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Clark - Turning Dragon [Warp Records]

Der Wahlberliner Chris Clark aka Clark erschien erst 2001 mit Clarence Park auf der Bildfläche, eine Zeit in der es den typischen “Warp-Sound” - als Definition eines eigenen IDM-Sounds - eigentlich schon lange nicht mehr gab: Abstrakte elektronische Texturen, warme analoge Flächen, herzzerreißende Bleeps und darke Synth-Drones.

cover turning dragon

Sein neues Album Turning Dragon [Vinyl] hängt die Meßlatte für experimentelle Musik aus dem Hause Warp nochmal einige Meter höher und geht gleichzeitig auf dem Dancefloor steil. Obwohl Chris Clark selber kaum ausgeht und lieber mit einem Sixpack Bier an seinem Posttechno-Entwurf dröselt.

Die Throttle Promoter [Vinyl] gab ja schon einen ersten Eindruck und tatsächlich baut Turning Dragon auf diesem Entwurf auf, der sehr viel schärfer ist als seine Vorgänger-Alben. Auch Cut n’ Paste-Techniken finden - wie in Truncation Horn- hier ihren Platz, aber der Sound driftet nie in nerdige Klangwelten ab, sondern behält einen funky Twist.

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Clark - Turning Dragon (Snippet Mix)
[via throttleclark.com]

Clark - Turning Dragon [Vinyl]
Clark - Turning Dragon [CD]
Clark - Throttle Promoter [Vinyl]

Particle Riot 3 im Künstlerverein Malkasten am 23.02.2008

Heute mal ein Brückenschlag der Berliner realvinylz-Posse nach Good Old D-dorf:

Zum dritten Mal findet die Partyreihe Particle Riot im Künstlerverein Malkasten am Samstag den 23.02.08 um 22:30 in der Jacobistr. 6a in Düsseldorf statt.

Der Schwede Anders Ilar aus Göteborg, der auf dem Düsseldorfer Label Level Records veröffentlicht, stellt sein neues Album Sworn vor. Knarzende Elektronik, abstrakte IDM-Parts und deep clubby Tunes mit Versatzstücken aus Acid und Chicago House.

Flyer Particle

Line Up:
Anders Ilar (Live) - Daniel Fritschi - Oliver Hacke

Visuals:
Der grossartige Künstler petaflop antivideo aka Peter Schildwächter und Dimitrios Tsantidis

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In The Mix: DJ VLR - Autechre Mix

The King Of Nerdism Is Back!

Kurz vor dem Release von Autechres neuem Album Quaristice finde ich auf DJ VLRs-Blog den famosen Is It Washable? - An Autechre Mix.

Washable Cover

Die Tracklist kann man - wenn man gerne scrabblet - dem Cover entnehmen. Möge die Synapsenmassage beginnen.

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DJ VLR - Is It Washable? - An Autechre Mix
[via bambambambambam.com]

Autechre - Chiastic Slide [Vinyl]
Autechre - Peel Sessions [Vinyl]

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Theo Parrish

“Love of the music should be the driving force of any producer, performer or DJ. Everything else stems from that core, that love. With that love, sampling can become a tribute; An expansion on ideas long forgotten, reconstruction, collage. Using the same understanding openly and respectfully can turn DJing into a spiritual participation. It can turn a few hours of selection into essential history; Necessary listening through movement.”
Theo Parrish

Der in Chicago aufgewachsene Produzent Theo Parrish kam schon mit vierzehn Jahren zum Chicago House und in Kontakt mit Produzenten wie Larry Heard, Lil Louis, Farley Jackmaster Funk, Mike Dunn oder Frankie Knuckles.

Theo Parrish

Nachdem er nach 1994 nach Michigan gezogen war, ergaben sich lebhafte Kontakte mit der Detroit-Techno-Szene und erste Veröffentlichungen. Sein eigenes Label Sound Signature betreibt er seit 1997. Seine Philosphie ist es, Jäger und Sammler von Sounds zu sein, da man sich sonst nur wiederholen könne, was im Endeffekt zu Stagnation führe. Deswegen begibt Parrish sich mit seinem Field-Recorder auch auf immer neue Klangsuche in den SubUrbs von Detroit.

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Helge Schneider - Die Trompeten von Mexiko

Eigentlich überhaupt kein realvinylz.de-Thema, da weder Urban noch Elektronisch, dafür aber Musik und große Kunst:

Der “herrlich unscharfe Parodist eines polnischen Laienmusikers” (Dietmar Dath) und Allround-Entertainer Helge Schneider hat in einer Mainstream-RTL-Show einen wahnsinnig lustigen Mariachi-Jam abgeliefert, der gleichzeitig das eigene Vortragsformat, 70er-Jahre-Weltmusik-Pop-Schlager-Duktus, spanisches Papagallotum und Gesamtkunstwerk-Komponisten-Gehabe verarscht.

Helge Schneider - Akopalüze Nau (Live)
Eine Liebe im Sechsachteltakt. Der große abgeschlossene Schicksalsroman von Robert Fork

Bomb The Bass - Future Chaos

Future Chaos Releases

Seit dem letzte Album Clear von Tim Simenon aka Bomb The Bass sind vierzehn Jahre vergangen. Die lange Wartezeit wird jetzt mit dem vierten Album Future Chaos, das voraussichtlich am 15. September 2008 erscheint, beendet.

Das Album ist weitaus elektronischer, als die ersten drei und das meistverwendete Instrument ist der Minimoog, der mit seinem warmen, einladenden Sound ja eh gerade in UK wieder à la mode zu sein scheint. Wie immer hat Simenon reichlich Gastmusiker und -vokalisten wie die Band Toob, Fujiya & Miyagi, Jon Spencer, Ex-Queens Of The Stone Age-Sänger Mark Lanegan, die alten Bekannten Jack Dangers von Meat Beat Manifesto und Justin Warfield, sowie vor allem Paul Conboy, eingeladen.

Wie auf Clear schon begonnen, entfernt sich Simenon auf Future Chaos weiter von den Cut-Up-Soundscapes hin zum Songformat, ja man könnte fast von Electronica Unplugged sprechen.

“It’s basically a Minimoog album with vocals on it. I suppose the key element is its simplicity. A lot of the original tracks were quite complicated, so the choice was made to strip everything back and get rid of anything that was cluttering up the song. I just wanted the songs to stand out clearly. I wanted it to be as simple and direct as possible.”
Tim Simenon

Paul Conboy singt fünf der neun Stücke auf Future Chaos und hat das Album mitgeschreiben und -produziert und bricht damit das von Tim Simenon gesteuert Kollektivprojekt erstmals in eine Richtung von so etwas wie einem Duo auf.

Soulige bis fordernde Electronica und Slow-Motion-Pop mit einer kleinen Prise Noir. Das alles sehr warm und analog.

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pleasespam.us

Mein letzter Eintrag zur Transmediale 08 betrifft das Website-Projekt pleasespam.us von Jonah Brucker-Cohen, der seine Arbeit rund um “dekonstruierende Netzwerke” ansiedelt.

Please Spam Us

pleasespam.us ist ein kollaboratives Webprojekt, bei dem die User “spamwürdige” e-mail-Adressen vorschlagen sollen, welche dann auf der Mainpage gelistet werden, die wiederrum massiv Spambots anzieht.

Spam wird in Brucker-Cohens Projekt als kulturelles und soziales Tool eingesetzt um eine Debatte über e-mail als Kommunikationsmittel anzuregen. Die Funktion von e-mail als Massenmedium und die Art und Weise wie Spambots funktionieren und wie man sie behindern kann, soll in das Bewußtsein der User rücken.

Weitere Arbeiten von Jonah Brucker-Cohen finden sich auf seiner Website coin-operated.com