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Platte des Tages: Map.ache - Carmella [Kann 02]

Dem Leipziger Label Kann Records ist es bereits nach drei Releases gelungen, einen unverwechselbaren Trademarksound zu etablieren, ohne sich dabei ausgelutschter Klischees zu bedienen. Auch die Tracks auf Map.aches erster Solo-EP Carmella atmen wieder diesen warmen, butterweichen Chicago-Vibe, bei dem man geradezu spürt, wie man dem Frühling mit jedem Takt näher kommt.

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“Clouds Over Clowns” schleicht sich mit hintergründiger Percussion auf den Floor, wo einen die Pianoakkorde von “Tel Aviv” gleich verweilen lassen. Mein Favorit ist aber das detroitige Neuneinhalb-Minuten-Epos “Carm”. Nirgendwo kickt House-Understatement derzeit mehr! Da müssen sich die Hamburger Brüder im Geiste von Dial warm anziehen. Ein Label, von dem man kein einziges Release mehr verpassen möchte, nicht zuletzt wegen der farbenfrohen, kubistisch angehauchten Artworks der Grafikdesignerin Franziska Kempiak.


Map.ache - Tel Aviv / Carm
[via kann-records.com]

Kann Records Homepage
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Platte des Tages: Sven Tasnadi - Our Destiny [Ornaments 005]

Sven Tasnadi Releases

Sven Tasnadi und Ornaments sind in dieser Kombination die unschlagbare Underground-Hitmaschine. Tasnadi, zur Zeit eh ganz heiß, baut um sanfte Detroit-Chords erstmal behutsam eine Rimshot zum eingrooven, auf deren Grundgerüst sich ab der zweiten Hälfte verschiedene kleine Melodien friedlich nebeneinander tummeln oder springen. Quicklebendig hüpft das wie ein kleines Kind im Sommerregen. Und das bei weitem, blauen Himmel auf dem vereinzelt ein paar helle Wölkchen vorbeiziehen.


Sven Weisemann scheint das zuviel. Er behält nicht alle Elemente drin, reduziert aufs mindeste, zieht die Filter viel mehr zu und schafft damit eine weniger verspielte Atmosphäre die in ihrer reduzierten Art mehr flow besitzt, aber leider auch weniger Bass. Auch sehr schön für andere Momente.
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Platte des Tages: 3 FS - Crackerjack Stitch [FIM 095]

Nie hat House härter oder metallischer geklungen als auf dieser 12″. Während ich mich an drei Tracks kaum noch erinnere, ist der Sneak Mix von Slali Window einer dieser Alltime-Classics, der nirgends gespielt wird und wohl auch auf keiner Top Ten jemals vertreten sein dürfte.

Mit direktestem 909-Beat und den ständig reinhauenden metallischen Claps, schaffte es der Track nicht nur die gemietete Anlage im Niersteiner Jugendheim und meine Ohren in der Wiesbadener Hasengartenstraße zu zerfetzen, sondern macht auch heute noch neben totkomprimierten Tracks eine sehr gute Figur. Zwei Sounds und ein Drumcomputer reichen Sneak, um einen unheimlich knallenden Groove zu entwickeln, der in seiner Härte besser mit Nitzer Ebbs ‘Let Your Body Learn’ mixbar ist, als mit van Heldens ‘Phunk Phenomenon’. Großgroß, groß, sicherlich auch noch in 2017.

Sollte man allen aktuellen Minimalisten und DeepHousern kräftig um die Ohren hauen, bis sie wieder rohe Technik walten lassen.

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Carl Craig - Klassik am Sonntag

Carl Craig Releases

Nach Jeff Mills hat es mit Carl Craig auch den zweiten Detroiter nach Frankreich gezogen, um mit einem Orchester die Maschinenklassik aus der Motorcity für andere Zielgruppen marktfähig zu machen.


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In The Mix: Will Clarke - Slow Motion Euphoria Vol.1

Jetzt wo es nicht mehr lange dauern kann, bis die ersten Frühlingssonnenstrahlen uns ihre Herz- und Hormondrüsen weit öffenden Versprechungen induzieren, denke ich die Leserschaft ist bereit für den offiziellen Winter/Spring 2009-Übergangsmix von Will Clarke.

Kosmische Slow Motion Disco, Tripped Out Krautrock und ein wenig Spaced Out Italo Disco alles begleitet von laffen, euphorisierenden Synthies.


Will Clarke - Slow Motion Euphoria Vol.1
[via cosmicdisco.co.uk]

Tracklist:

Throbbing Gristle - Walkabout
Malcolm McLaren - Legba
Nova - Terranova
Harold Grosskopf - Emphasis
Severed Heads - We Have Come To Bless This House
Conrad Schnitzler - Ballet Statique
JSR - Astronomicum
Bill Nelson - Connie Buys A Kodak
Bu Bu Sex - Echoes & Trance
Psychic TV - The Orchids
David Earle Johnson & Jan Hammer - Juice Harp
JSR - Mirage
Oppenheimer Analysis - New Mexico
Love International - Airport Of Love
Blancmange - Sad Day

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Neues an der Glitch-Front: Kettel / Prefuse 73

Prefuse 73 Releases

Wem das Warten auf den zweiten Teil von Kettel’s Opus Magnum Myam James - der eigentlich schon im Oktober 2008 erscheinen sollte - zu lang wird, für den gibt es als kleinen Appetizer einen Live-Auftritt von Kettel in Rotterdam im November 2008.


Kettel - Live in Rotterdam
[via eclectro.nl]

Der Glitch-Hop Tycoon Guillermo Scott Herren aka Prefuse 73 hat ebenfalls ein neues Album mit dem bezaubernden Titel ‘Everything She Touched Turned Ampexian‘ (eine Hommage an eine bezaubernde Tontechnikerin???) - in der Pipeline.

World Release ist der 20. April, Cover-Artwork und Tracklist sind schon bekannt und pitchforkmedia.com mutmaßt ein narratives Konzeptalbum über die Abenteuer des Robot-Astronauten auf einem “freaky-tree” Planeten.

Prefuse Album Cover

Tracklist:

01 Periodic Measurements of Infrequent Smiles
02 Hairy Faces (Stress)
03 Parachute Panador
04 NoNo
05 Punish
06 Half Up Front
07 Sexual Fantasy Scale
08 DEC. Machine Funk All ERA’s
09 Get Em High
10 Ampexian Tribe of a Lesser Time
11 When Is a Good Time?
12 Fountains of Spring
13 Whipcream Eyepatch
14 Regalo
15 Rubber Stems
16 Oh Is It
17 Four Reels Collide
18 Fringertip Trajectories
19 Violent Bathroom Exchange
20 Natures Uplifting Revenge
21 Yuletide
22 Simple Loop Choir
23 No Lights Still Rock [feat. Dimlite]
24 Gaslamp Killer Feedback Text
25 Digan Lo
26 Preparation’s Kids Choir
27 Pitch Pipe
28 Periodic Measurements of Infrequent Frowns
29 Formal Dedications
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Recycling_Sampling_Jamming 26.-28. Februar 2009

Das Festival Re-* verbindet mit den Begriffen Recycling, Sampling und Culture Jamming drei intermediale künstlerische Strategien, deren gemeinsames Thema die Transformation von Altem in Neues ist.

WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Design, Musik, Radio, Film, Video, Netzkunst und Werbung werden an drei Tagen versuchen, die Komplexität der künstlerischen Strategien des Re-* vorzustellen, zu erläutern und in einen wissenschaftlich-ästhetischen Diskurs einzubinden.

Mein Film Culture Jamming wird am Freitag um 16 Uhr laufen, anschließend darf ich mit dem Designer und Kommunikationsguerillero Stefan König, dem Medien- und Kommunikationswissenschaftler Marcus S. Kleiner und dem Senior Creative & Managing Director der Werbeagentur Scholz & Friends Hamburg Marc Schwieger über das Thema diskutieren.

Den musikalischen Auftakt übernehmen am Donnerstag den 26.02. Rechenzentrum 2.0 und Robosonic, letztere kann man auch morgen im Ballhaus Ost in der Pappelallee 15 (nähe U Eberswalder Strasse) bewundern.

Das Ganze findet statt in der Akademie der Künste, Standort Tiergarten, Hanseatenweg 10, Berlin.
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