Entries Tagged as ''

Ausgehtip: Frankfurt Technoclassics - Samstag, 30.05., Tanzhaus West/FFM

“Don’t Mess With Frankfurt” hieß es zu Beginn der 90er, wenn die legendäre Omen-Posse durch die Lande zog und dem Rest der Republik zeigten, wie man Exzesse bis zur Spitze treibt. Dabei gab es neben dem Omen auch noch ganz andere Clubs, wie den Breakbeat-Club XS (später The Box), die Music Hall und meinen Lieblingsclub: das Dorian Gray im Flughafen.

Doch um das Omen wird bis heute am meisten Kult gemacht - liegt vielleicht auch am Trance-Sound Tallas, dass das Gray einfach weniger beachtet wird. 10 Jahre gab es das Omen und 10 Jahre Revival-Parties seit der Schließung 1998. Das war auch den Machern des Omenforums genug. Kurzerhand wurde das Omenforum in ein neues umgewandelt: Elektronisches Volk. Nur ohne Revival-Parties will niemand mehr leben. Deswegen geht es jetzt diesen Samstag mit vereinten Kräften weiter.

Frankfurt Technoclassics soll 1-2 mal im Jahr regelmäßig stattfinden und den frühen Sound of Frankfurt wiederbeleben. Mit dabei der Exil-Rheinhesse Tanith, Heiko Laux, Jens ‘Loops & Tings’ Mahlstedt, Pauli (Omen), DJ Björn (Dorian Gray), Alex Umstätter und mehr.

ffm-technoclassics2009a.jpg

Weitere Infos hier, Nostalgiebilder da.

energyrave.jpg

Bei der Recherche bin ich doch glatt auf mein altes Jugendzimmer-Poster gestoßen. Der erste zweitägige NonStop-Rave im Gray :-)

Tags:

Mutant Clan - Mutanism [CNS028]

Mutant Clan Releases

mutanism.jpg

Timo Maas und Santos veröffentlichen nach dem letztjährigen Kenesai ihre zweite Platte als Mutant Clan. Und mutant ist auch die Länge des knapp 13-minütigen Epos, das eine Spannung mit 909-Bassdrum und Rausche-Snares aufbaut, wie ich sie sonst nur von Carl Craig kenne.

Sehr bewegender, mit klarer Ansage verstandener Technotrack, der weiß, wo er hinwill: in die Ewigkeit. Das sollte er auch schaffen, vorrausgesetzt er wird die nächsten Monate nicht totgespielt. Fröhlich-verspielter die B-Seite. Hier regieren Afro- statt Technodrums. Das raschelt ganz wunderbar freudig über die Zeitachse und bekommt gegen Ende noch einen richtigen Höhepunkt zur Krönung. Hammerplatte!
Tags:

phOkus - Dem All Shot - Teil 2

Fortsetzung von Teil 1

Das ist jetzt eine gute Zeit lang her. Wie schätzt du die Situation von Grime und Dubstep heute ein? Ist nicht Dubstep de facto ein Massenartikel geworden, dagegen Grime in seiner zumindest anfänglichen Außenseiterposition verhaftet geblieben? Und die bedrückendste aller Fragen: Herrscht Jahre nach dem Aufbruch bereits Ernüchterung?

Ich habe nicht das Gefühl. Eventuell muss man zwischen Dubstep und Grime unterscheiden, richtige Hammer-Grime-Tracks sind in letzter Zeit relativ schwer zu finden. Ich habe schon das Gefühl, dass die Grime-Szene 2006/2007 sehr viel mehr Interessantes hervorgebracht hat, was aber einfach zum großen Teil damit zusammenhängt, dass sich viele UK-Grime-Artists immer mehr im Chartspop-Bereich bewegen und immer weniger neue Dinge ausprobieren als noch vor zwei Jahren, sie im Gegenteil sogar Pop-Elemente in ihre Tracks übernehmen, damit sie im Charts-Kontext besser funktionieren.

Im Bereich Dubstep gibt es immer noch neue Entwicklungen, und die Leute probieren alles Mögliche aus. Darin besteht ja auch der große Reiz: Es ist möglich, nahezu alle musikalischen Einflüsse im Dubstep zusammenzuschmelzen. Und genau das passiert nach wie vor, wodurch immer noch ungehörte, neue Kombinationen entstehen.

PhOkus II

Photo by Marco Heinzmann

Welche Perspektiven eröffnen sich für Dubstep? − Welche Gefahren gibt es? Welche Chancen kannst du sehen? Kannst du Strategien erkennen, vielleicht sogar den unsäglichen Hype? Anders gefragt: Lässt sich so etwas wie Dubstep überhaupt hypen?

In letzter Zeit tauchen vermehrt Pop-Dubstep-Remixes auf. Natürlich besteht die Chance, dass es immer weiter wächst und mehr und mehr Leute Dubstep kennen und mögen, andererseits gibt es wie immer die Gefahr des großen Ausverkaufs. So wie einige Zeit in jedem zweiten Werbespot Drum ‘n’ Bass im Hintergrund lief. Nur die Drums, ohne die Basslines, weil man die im Fernsehen nicht hört. (schüttelt den Kopf)

Ich habe aber den Eindruck, dass sich die meisten Protagonisten der Szene einig sind, dass es Dubstep nicht gut tun würde, wenn auf einmal Verkaufszahlen und nicht die Innovation bzw. die Funktionalität auf dem Dancefloor zum schlagenden Argument werden. Die Dubstep-Szene selbst ist sehr stark über Internetforen, Instant Messenger und Social-Networking-Plattformen vernetzt, so dass es Außenstehenden schwer fallen dürfte, sich dort zu positionieren und einen Hype zu starten. Und auf den Fernseh-Sound bezogen: Wenn man bei Dubstep die Basslines und Subbässe weglässt, bleibt nicht mehr viel übrig. (grinst)

Was vom Dubstep übrig bleibt … Schauen wir in die Zukunft: Mit wem arbeitest du aktuell zusammen, welche Projekte verfolgst du, und wo kann man dich live/als DJ erleben?

Mit The Next aus meiner Hamburger Nachbarschaft arbeite ich seit Drum ‘n’ Bass-Zeiten zusammen. In letzter Zeit bin ich oft mit Mr. Boogie aus Potsdam mit b2b-DJ-Sets unterwegs, und wir haben auch einige gemeinsame Tunes produziert. Außerdem fertige ich Remixe für verschiedene Leute an, z.B. Jazzsteppa, Mahanee … oder Spillsbury, ein Mitglied meiner letzten Punkband. Ich plane im Augenblick mit MC Bandog von Killa Instinct, Grime-Tunes zu produzieren. Interessant, mal typische Britcore-Vocals mit Grime in Verbindung zu bringen … wir werden hören, ob es funktioniert (schmunzelt).

In Hamburg veranstalte ich mit ein paar Kollegen die regelmäßigen WOBWOB!-Parties im Hafenklang, da kann man mich immer treffen. Hier sind meine aktuellen Termine:

15.05. Amon Tobin ─ Two Fingers Afterparty, Amsterdam
21.05. Kubik, Hamburg
05.06. Police In Helicopter Labelnight, Freiburg
12.06. Bass The World, Berlin
13.06. Dub Fi Dub, Potsdam
20.06. Dubwars, Heilbronn
26.06. Fusion Festival

Diskographie:

Phokus feat. Tinchy Stryder & Dirty Danger: Dem All Shot (12″) 2006
Jazzsteppa: Five (Phokus-Remix) (12″) 2008
Phokus: Da Loot (12″) 2007
Phokus & The Next: Smoke Ganja (12″) 2008
Phokus & The Next: Inta (7″) 2008
Phokus: Mash Up Di Place (MP3) 2008
Mahanee feat. Solo Banton: No Joke Ting (Phokus-Remix) (12″) 2009
Phokus & MrBoogie & TKR: BigUp! (12″) 2009

Erscheint Juni 2009:
Phokus & Mr Boogie: The Infect (12″)

Tags:

Platte des Tages: BlackBelt Andersen [FPCD002]

BlackBelt Andersen Releases

blackbelt.jpg

Mit diesem Album könnte Norwegen glatt das neue Detroit werden. Einfach großartig, wie BlackBelt Andersen den Motorcitysound mit Nu- und Scandinavian Disco verbindet, statt im ewiggleichen (trotzdem oft guten) Klassizismus seiner Kollegen verhaftet zu bleiben. Die Temposchraube ordentlich auf SlowMotion heruntergedreht lässt es sich einfach viel besser genießen und versüßte mir schon einige verregnente Nachmittage.

Das sanft vor sich hinblubbernde ‘Sondag’ oder der ebenso sanftmütige Sägezahn bei ‘Kuk Av Stal’ funktionieren überaus und mit den chordigen Stücken, gelingt es der Musik die Gedanken dahindriften zu lassen, wo es am schönsten ist. Alles ist immer in Bewegung mit einer sehr lieblichen Aura. Sanft, getragen und würdevoll, wie ein stolzer V8 mit glitzernden Heckflossen aus Chrom.

Tags:

Benji B & Glenn Underground - Need2Soul Vol. 2 [N2SCD002]

Manchmal gibt es Lieder die hört man, ist völligst begeistert und weiß genau, dieses Stück wird man nie wieder im Leben hören. Doch dann kommt der alte Schlingel Benji B daher und beginnt eine CD mit Larry Levans Mix vom Celestial Choir und die Welt wird bunt oder besser deep und soulful. Zusammen mit Glenn Underground mixten der Filou den zweiten Teil der noch frischen Compilation-Serie Need2Soul, Ableger der gleichnamigen Party.

Underground Soul, Disco, House, auch mal Brazil, African, Deep oder Jazzy. Bei Glenn manchmal elektronischer, aber der hat ja auch mal bei DjaxUp released. Insgesamt sehr gut durchdachte, harmonische Auswahl und beste Mix-CD zum Glücklichsein in ruhigen Momenten.
Tags:

phOkus - Dem All Shot - Teil 1

Prolog

Die Menschenschlange vor dem Berliner Berghain ist um halb vier Uhr morgens hunderte Meter lang, dabei ist der geräumige Club schon seit Stunden voll. Internationales Publikum, Internationale DJ-Sets, vor allem aus UK. Es geht hier um die zukunftsweisendste unter den aktuellen Musikrichtungen: Dubstep.

Der Begriff ist schnell definiert: Dubstep ist dem Namen nach eine Mischung aus Dub und 2step. Das Brisante, geradezu Revolutionäre liegt im Modellcharakter von Dubstep begründet: Diese Musikrichtung funktioniert nicht als ein in sich geschlossenes System, nicht als kohärentes, einheitliches Muster, wie es uns etwa im Bluesschema des Rock ‘n’ Roll begegnet - drei Akkorde, über Jahrzehnte Grundlage und Erkennungsmerkmal - oder wie es im House- und Technobeat aufscheint - dessen kleinster gemeinsamer Nenner die 4/4-Bassdrum bildet - gleichsam die Tradition der Disco-Ära.

Dubstep ist das Synonym für eine musikalische Entwicklung. Für eine Technik, die in einer Umgangsweise mit Musik begründet liegt, Dub genannt. Die Anwendung auf 2step ist dabei eine Möglichkeit, wenn auch nicht willkürlich. 2step steht für das Erbe urbaner Tanzmusik, ist Funk, Disco, House, gepaart mit der afro-amerikanischen Tradition des R ‘n’ B. Dub ist eine aus dem Reggae hervorgegangene mediale Reflexion, Rückführung auf das eigentlich Klingende, Minimierung, Substrahierung.

Fünf Uhr nachmittags in einem kleinen Straßencafé in der Mainzer Straße im Bezirk Berlin-Friedrichshain. Wenige Stunden vor seinem DJ-Set bei den Dubstep Standarts und am Vorabend von Bass The World begegne ich Phokus. Mir gegenüber sitzt ein entspannter Endzwanziger in der Sonne. Der Musikproduzent sorgt seit 2006 als Teil der deutschen Grime- und Dubstep-Szene für Aufsehen. Er ist im Verbund der WOBWOB!-Crew Hamburg zu einem der wichtigsten Protagonisten des kontinentalen Dubstep geworden.

Phokus I

Photo by Henrietta Langholz

Bei vielen Künstlern geht der Anfang ihres Schaffens einher mit einem besonderen Moment in der Erkenntnis ihrer Kunst. Oft ist das noch nicht einmal etwas Spektakuläres. Wie hast Du angefangen? Wie bist du zur Musik gekommen, oder ist die Musik zu Dir gekommen?

Solange ich zurück denken kann, hat Musik für mich eine Rolle gespielt. Aber ich möchte lieber nicht sagen, was ich früher mal für gute Musik gehalten habe. Jedenfalls habe ich irgendwann von einem Freund meines Bruders Schlagzeugunterricht genommen und in verschiedenen Bands als Drummer gespielt. Meist ging es dabei in Richtung Punk.

Als meine Eltern endlich einen Computer angeschafft hatten und ich mir im Winter auf einem alten Skateboarddeck im Schnee den Arm gebrochen hatte, besorgte ich mir von einem Kollegen so Sachen wie Fasttracker 2 und fing an, meine ersten Pfade in der elektronischen Musik zu beschreiten. Ich habe von Anfang an ausschließlich mit dem Computer produziert, was sich bis heute nicht geändert hat. Vor einigen Jahren habe ich zwar einem Kumpel, der sein Auto zu Schrott gefahren hatte, seinen Synthie abgekauft, der dient allerdings nur noch als MIDI-Keyboard. Natürlich habe ich verschiedene Arbeitsweisen und Tools ausprobiert, aber externe Gerätschaften oder sowas sind nicht dazugekommen. (zuckt die Achseln) Ich kenne es nicht anders, da vermisse ich das Drehen an echten Knöpfchen oder die „Seele“ von meinen Lieblingssynthies erst gar nicht.

Deine Anfänge verlieren sich im Dunkel der Kindheit, du hast Wurzeln im Punk, einem wichtigen Wegweiser der neuen elektronischen Musik seit den 80er Jahren. Als Drummer hattest du zudem wie selbstverständlich ein Bein auf dem Dancefloor. Wie hast du Zugang zu der Musik gefunden, die Du heute machst?

Bevor ich mich mit Musik um die 140 BPM beschäftigt habe, war ich eher schneller unterwegs. Genauer gesagt habe ich Drum ‘n’ Bass-Tracks produziert. Irgendwann hat sich der vorherrschende Drum ‘n’ Bass-Sound, jedenfalls der, den es in Hamburg auf den meisten Parties zu hören gab, in eine Richtung entwickelt, mit er ich nicht mehr all zuviel anfangen konnte. Die Elemente, die mich ursprünglich so für den Sound begeistert haben, sind sehr stark in den Hintergrund getreten, und die Stimmung ist immer aggressiver geworden.

Zu der Zeit habe ich relativ viel Internetradio gehört und bin als erstes auf Grime gestoßen, was in mir sofort ähnlich euphorische Gefühle ausgelöst hat wie die ersten Jungle-Tunes die ich gehört habe. Ich habe auch vorher schon immer mal wieder in solchen Geschwindigkeiten experimentiert und mich ab diesem Zeitpunkt völlig darauf konzentriert. Das erste Ergebnis war die 12″ auf MG77 (Dem All Shot).

Außerdem hatte ich seit einiger Zeit aufgehört mir Platten zu kaufen, was sich ab dem Moment schlagartig änderte. Ich habe dann viel Grime- und Dubstepmaxis gekauft und angefangen, alle miteinander zu mixen, was mir einen riesen Spaß gemacht hat!

Fortsetzung folgt…

Tags:

Igor And The Rattlesnake - Solar Sound System

I quite like the Strokes as a comedy group, and I very much like the Strokes when their music is mixed up, in a bootleg sense, with the music of pole-dancing pop fiasco Christina Aguilera (…) The stupid sublime stitching together of heated machined pop dripping with money and reheated NY punk scratched out of the fake history books creates a ravishing blur of signals, signatures, speeds and gaps in time (…) at the end of the twentieth century (…) it was commercial pop that was more exciting than commercial rock.
Paul Morley - Words And Music

Diese erschütternden Sätze gingen mir durch den Kopf, als ich heute die Ausstellung ‘Igor And The Rattlesnake - Solar Sound System‘ verließ. Was Morley da feststellt, geht nicht nur blutjungen ‘The’-Band-Hörern und Intro-Lesern an den Kragen, sondern auch all denjenigen die immer noch an einen NY-Mythos der späten Siebziger Jahre - Blondie, Burroughs, Warhol, Patti Smith (just to name a few) - glauben. Das dies aber nicht zwangsläufig einen Sieg des Punk/Hyperpop-Mashups bedeutet, habe ich heute durch das Solar Sound System gelernt.

Igor And The Rattlesnake sind die Künstler Nik Nowak aus Berlin und Thomas Chapman aus Brooklyn und ihre Installation Solar Sound System ist noch bis zum 15. Mai in der Galerie Infernoesque zu sehen.

heidestrasse

Im strömenden Regen erreiche ich das East Village von Berlin, die Heidestrasse, wo Galerien, Labels und Clubs eine Industriebrache mit kulturellem Mehrwert versehen. Im Erdgeschoß des Aufgangs II, im Vorraum der Installation, treffe ich den Künstler Nik Nowak, im IR$$$$ MINIMART. Hier kann man in einer Asia-Gemüseladen-Atmosphäre alles von Klopapier über Fake-Kokain, Tampons, Apfelsinen bis hin zur CD ‘Igor and the Rattlesnake Solar Sound System’ erwerben.

Letztere stellt den auditiven Teil der Installation dar, die mich im nächsten Raum erwartet:

soundsystem-i.jpg
Mother Sculpture

soundsystem-ii.jpg
Male Satellite

Die Installation besteht aus drei miteinander vernetzten Teilen, der Mother Sculpture (Verstärker und Subwoofer) und zwei Speaker-Satelliten die visuell männlich und weiblich codiert sind. Durch Materialien, Farbgebung und collagiertem Fotomaterial vermittelt die Installation erstmal ein Gefühl von Blackness und Alienation. Dies ist m.E. eine Basisstimmung, die den Hauptteil der Installation transportiert: Die Musik.

Produziert von Nik Nowak - der auch Beats und Tenor-Klacnisphniton spielt - ist die CD ‘Solar Sound System’ das Werk von Niks Freundin Ronel Doual und Thomas Chapman als Vokalisten bzw. Lyricisten und dem Multi-Instrumentalisten Chris Gertges. Schon in der Produktionsweise schwingt die Idee des Wild Bunch-Kollektivs aus Bristol mit, ein Referenzpunkt der auch in der schleppenden Dubbyness und Open-Mindness der Musik ankert (ich glaube sogar in den Drums des ersten Stückes ein Reminiszenz an Massive Attacks Blue Lines zu hören).

Auf diesem Grundgroove werden Spoken Words, jazzig bis freejazzige Saxophon-Einlagen, Clicks-n-Cuts und wunderschöne Conscious-Vocals collagiert. Alles in einer gutproduzierten Roughness, die einerseits DIY und andererseits hochprofessionell klingt.

Das hier ist das Retro von etwas, was vielleicht in dieser Konsequenz nie war: Brooklyn-Multitude, Hip-Hop, Post-Punk, State-Of-The-Art Beatprogramming, Jazz und Politik. Vielleicht ist Retro zu Unrecht als Nabelschau und Nostalgie verschrien, denn, wenn wie hier, an längst noch nicht ausformulierten Konzepten und Standards gearbeitet wird, macht das alles wieder Sinn…

Die CD ist momentan nur per Mailorder bei mail@niknowak.de oder in der Ausstellung erhältlich. Die ganze Installation wird am 15. Mai ab 19:00 Uhr versteigert.
Tags: