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Frisch gediggt: Willie Green

Im Blog von Uncommon Records gibt es die Compilation No Dough, No Show zum freien Download, auf der vor allem Willie Green hervorsticht. Weiterhin werde gefeatured: The Presence, Atari Blitzkrieg, Teddy Faley, Kitchen Khemistry, Taiyamo Denku, Short Fuze, Agartha Audio, Megabusive, Adam Warlock etc. Von keinem der Beatschmieden habe ich bis jetzt gehört, da gibt es offenbar Nachholbedarf.

Jeder der Künstler auf No Dough, No Show hat einen Track über die Schwierigkeiten des Musikproduizierens in Zeiten der freien digitalen Downloads gemacht, um die vielfältigen Beziehungen zwischen Produzenten und Musikliebhabern zu beleuchten.

Etwas handfester geht es auf dem Album Law and Order von Willie Green und Adam Warlock (Betreiber von Uncommon Records) zu Sache, das ebenfalls zum freien Download bereitsteht und sich konzeptionell auf das Verhältnis zwischen Cops und Criminals einlässt.

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Gadget des Monats: Pokketmixer

Wer kennt das nicht? Auf jeder Party sind genügend iPods, iPhones und Laptops vorhanden, aber trotzdem muss die iTunes-Playlist gnadenlos abgenudelt werden oder ein wilder Glitch-Cut-Up ohne ästhetisches Fundament spielt sich am Schreibtisch des Gastgebers ab. Ein tolles Gadget für WG-Partys und portable Jams hat jetzt eine Firma aus Berlin im Angebot: Das 145 Gramm leichte mobile Mini-Mischpult Pokketmixer kommt ohne Strom aus, weil es nur auf Kopfhörersignale ausgelegt ist.

Pokketmixer Gold

Der Pokketmixer kann zum Beispiel an Ghettoblaster, Anlage oder Autoradio angeschlossen werden. Laut Hersteller, der wöchentlich seinen Stand auf dem Mauerpark-Flohmarkt hat, ist es das erste Mischpult, dass ganz ohne Strom auskommt, was ein wenig auf Kosten des Equalizers geht. Als portabler Zweitmixer ist das Teil aber genial! Das Gerät gibt es ab 69 Euro 89,95 Euro. Der Pokketmixer ist in verschiedenen Farben zu haben.

Website

Eric B. & Rakim - Paid In Full (Coldcut Remix)

Den damaligen Gerüchten zu Folge waren Eric B. & Rakim überhaupt nicht glücklich über den Coldcut Remix von Paid in Full, der im November 1987 die Top 20 enterte. Coldcuts Remix bediente sich schamlos an Elementen der M/A/R/R/S-Single Pump Up The Volume (das auch auf einem ein Sample von Eric B. & Rakim basiert). Der wilde Cut and Paste mit u.a. Ofra Hazas Im Nin’Alu, war den Hardcore-Rappern viel zu poppig.

Update: In diesem youtube-Video läuft ein altes beim BBC gefundenes Band, wo Coldcut die Sample-Quellen kommentieren. Sehr lehrreich!

Paid In Full (Coldcut Remix, 1987) [Vinyl]

Madvillain began recording a new album

Das Hip-Hop-Album des Jahres 2004 war Madvillainy von Madvillain aka Madlib und MF Doom. Genrebashende Beats, knochenbrechende Grooves und eine gehörige Portion Weed. Eine wilde Melange aus Sun Ra, Weirdo Funk, Underground Hip-Hop, Blaxploitation, Marvel Comics und Jazz, die mich seinerzeit wieder mit Hip-Hop versöhnte. Eigentlich ‘eröffnete’ sich mir das eher en passant runtergeladene Album auf einer Überdosis THC, einem nach langer Zeit allein gerauchten Phillies Blunt. Plötzlich machten die Kakophonie und die schrägen, stolpernden Beats einen Sinn und die Vorliebe für diese Musik blieb.

madlib-adultswim-1.jpg

Umso mehr freute ich mich, als ich eben entdeckte, dass das Label Stones Throw ein neues Album von Madvillain ankündigt, an dem die beiden schon seit 2009 arbeiten. Ein erstes Ergebnis ist der Track ‘Papermill’:

Diesmal scheinen sich Madvillain den Jazzrock (Schweinerock) vorgenommen zu haben und MF Doom grätscht gewohnt asynchron mit enigmatischen Lyrics über den Track. Rumors has it, dass das ein alter Track von Manfred Krug(!!!) ist (’Morgen’), wobei ich mir nicht ganz sicher bin.. Große Vorfreude auf das Album, jedenfalls! Den Track kann man sich übrigens im Rahmen einer Promokampagne von adultswim namens 8 Singles 8 Weeks hier runterladen.

J Rocc hat auf East Village Radio auch nochmal ein paar Tracks des neuen Albums angespielt:

Stay tuned…

NYC - DJ-Equipment

DJ Equipment

Click to Fullsize
[via Schrilli]

01.org - Plan C

Hinweis 1: The Zone

Im Sommer des Jahres 2010 haben sechs Künstler die sich kaum kannten auf eine Reise nach Tschernobyl begeben. Ziel war einen geheimen Plan C zu entwickeln. Sie kamen aus verschiedenen Teilen Europas und der Vereinigten Staaten und hatten eine Verabredung. Niemand kannte das endgültige Ziel der Reise oder den genauen Plan. Ihren Freunden hatte sie vage Geschichten über das ‘Betreten einer Zone’ und das ‘Werfen von Schraubenmuttern’ erzählt. Alle waren von dem Film Stalker des Regisseurs Andrei Tarkowski besessen.

Hinweis 2: The Park

In der Zone angekommen warfen sie ihre Schraubenmittern. Vielleicht um eine Antwort auf die Frage zu finden, was sie in den verlassenen Freizeitpark der Geisterstadt Pripyat getrieben hatte. Sie fanden was sie suchten: The Red Ride. Einer von ihnen wurde von der Strahlung kontaminiert. Viel Material verließ die Zone an diesem Tag, wo es schließlich landete ist noch unbekannt…

Hinweis 3: The Ride

Bevor sie wieder abreisten verließ ein ländlicher Traktor die Zone in Richtung Westen. Einen Monat später tauchte eine Menge Altmetall in einem Lagerhaus in Manchester auf. Die Künstler zogen in das Lagerhaus und begannen Tag und Nacht am ‘Liquidator’ zu arbeiten. Nach zwei Wochen war die Arbeit beendet. Die merkwürdige interaktive Skulptur ist am 1. Oktober im Whitwort Park in Manchester aufgestellt worden. Die Künstler von Plan C bestreiten, dass der ‘Liquidator’ radioaktiv ist.

Plan C - Website

“The idea came after meeting sculptor James Acord, the only individual licensed to work with radioactive materials” said Eva Mattes “He thinks that it’s inevitable that artists use the materials of their age. I was ten when Chernobyl’s radioactive cloud flew over my head, and into my thyroid”.

“Thousands of tons of radioactive scrap metal leave the Zone everyday to be sold to the Russian and Chinese market and eventually come back to us in the form of spoons, pots and sinks”, declared Franco Mattes “Radioactivity has no border. So we must probably just get used to it, starting from the younger generations”.

Skacid

Skacid ist wahrscheinlich das kurzlebigste Genre der Welt und bezeichnet einen kleinen Ausflug von Ska in die House-Music zwischen 1988-1989. Wie der beknackte Name schon sagt, ist es eine Mischung aus Ska und Acid. Geschaffen wurde der Name in dem Track Mental Ska von Longsy D, als Bezeichnung für den neuen HipHop-Reggae-Style. TR-909-Percussions, oft ein toastender MC, eine Sequenzer-Horn-Sektion und manchmal TB-303-Basslines.

Der Breakbeat wird durch einen hochgepitchten Reggae-Riddim ersetzt, beispielweise haben Double Trouble & The Rebel MC auf Just Keep Rockin’, das Intro von Mr. Big Stuff von Jean Knight benutzt.

Rebel MC steuert ausserdem einen wertvollen weiteren Teil meiner Reihe fulminante Auftritte von DJs/Produzenten in Chartshows bei:

Rebel MC - Street Tuff “Live”
Street Tuff [Vinyl]
Rebel Music [Vinyl]

Die vermutlich einzige Skacid-Compilation ist Ska Beats 1 (sic!) auf Beechwood Music. Der aktuellste mir bekannte Skacid-Track ist Brom aka Wolfgang Voigt mit Jazz/Ska auf Kreisel 99.

L.D.JAM INC. - Uptown Dub