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Collage culturel Teaser

Nicht nur in der Musik sind Sampling, Collage und Remix anzutreffen. Remixen ist die prägende Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts. ‘Collage culturel’ begibt sich auf die Suche nach der perfekten Verbindung der Stile, dem perfektem Beat und der perfekten Collage. Die Form ist der Inhalt: ‘Collage culturel’ remixt sich permanent selbst. Die User erstellen einen wilden Mash-Up von Bild und Sound. Los geht’s im März mit dem Bootleg DJ Shir Khan, dem kalifornische Collagekünstler Thomas Chapman und den Berliner Modedesignerinnen c.neeon.

ARTE Creative

Le sampling, les collages et le remix sont des pratiques courantes, non seulement dans le domaine de la musique. Le remix est la technique culturelle dominante du 21e siècle. ‘Collage culturel’ part en quête du mélange parfait des styles, du beat et du collage parfaits. La forme est l’expression du contenu : ‘Collage culturel’ se remixe lui-même en permanence. Les utilisateurs mélangent joyeusement images et son. En piste avec DJ Shir Khan, adepte du bootleg, l’artiste californien Thomas Chapman, spécialiste du collage et les créateurs de mode berlinois c.neeon.

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Thomas Fehlmann im Interview

fehlmann

Vielleicht habt ihr dieses Wochenende mehr Zeit als ich. Doch auch wenn ich nichts zum Inhalt sagen kann, will ich dieses Interview mit Thomas Fehlmann nicht vorenthalten. Denn wer kann schon von sich behaupten bei der Entstehung einiger der interessantesten und glückspendensten Genres der letzten 30 Jahre dabei gewesen zu sein?

Ob mit Moritz ‘Basic Channel’ von Oswald und Holger Hiller alias Palais Schaumburg, die nebenbei einiges von Holger Czukay lernten, als Betreiber von Teutonic Beats, der ganz am Anfang des 909-Urknalls zugange war, mit den Detroitern der ersten Generation zusammenarbeitete und vor allem auch temporäres Mitglied bei The Orb war. Jener Act von Alex Patterson der mit dem Wissen aus Dub ChillOut mitdefinierte und stärker prägte als es die Space Night je konnte.

Zugegebenermaßen sehr viel namedropping für einen Samstagmorgen. Denn er hat es nicht nötig, doch ist er auch nicht so präsent und vielen eher als aus dem Kompakt-Umfeld stammend wahrgenommen. Und wahrscheinlich wird er über alles dies auch selbst reden.

via RA
Foto unter CC via jennY

Boxcutter - TV Troubles [Planet Mu]

Als Dubstep noch weit von seiner Formelhaftigkeit entfernt war und die Riddims noch skankten, da war jedes Debut der Protagonisten eine Welt für sich. Boxcutters Kunst lag damals darin, Dubstep auf ein Warp-Level zu hieven und mit Elementen aus IDM und Drills mit Industrial-Anleihen zu kombinieren. So z.B. auf Oineric zu hören.

Fünf Jahre später erscheint nun im April das dritte Album des Produzenten und nachdem der Shoegaze-Trend schon abebbt bzw. mit Crank-Shoegaze auch endlich kranke Horror- und Masturbationsfantasien japanischer reizüberfluteter Kids in die Mucke Einzug halten, ja da kommt Barry Lynn mit Shoestap bzw. Dubgaze an:

BOXCUTTER - TV TROUBLES from Sabrina Ratté on Vimeo.

‘The Dissolve’ erscheint dann im April auf Planet Mu.

via XLR8R

Lavajaz - Debut [Spontan Musik, SMV018]

800px_SMV018

Lavajaz aka Tobias Lorsbach aka Keinzweiter veröffentlicht zwei Jahre nach seiner ‘Globus Cassus’-LP erneut ein Album. Und das Alter lässt seine Ambivalenzen auch nicht weniger werden. Statt Sci-Fi- und Singularitätsattitüde nun der Überfall auf das Binger Jazzfestival. Kein Problem als Altrheinbewohner mit eigenem Boot.

Lavajaz - Supra by spontanMusik

Und so klingt das Album dann auch, als ob er das Festival samplete, die Aufnahmen durch einen Hecksler jagte und anschließend in akribisch-mainzer Microfunk-Manier wieder zusammengeklebt hätte. Bis auf zwei tanzbare Tracks, ist das “Debut” bewusst ruhig gehalten und lässt den Jazz für sich sprechen. Manchmal schon stark mit elektronischen Sounds versetzt, sind es bei den anderen Tracks fast ausschließlich Originalsamples, die neu arrangiert wurden und das Ganze organischer einfärben.

Höhepunkte sicherlich ‘The weird Wire’, die – und wieder – Orgel bei ‘Flyin’ und das an französisches Cut-Up erinnernde ‘Missing’. Mein Album des Monats und trotz des Alters mancher Tracks um vieles frischer als die Konkurrenz.

Spontan Musik

John Selway - Interplanetary Express EP [Tronic, Tr062]

TR62 packshot

Orgel scheint gerade angesagt, so auch bei John Selway, der mit Christian Smith eben jenen Sound in ‘Countenance’ einbaut. Quadratisch, praktisch, schlicht. Solo dann besser: ‘Nightside’ zum Beispiel, simpel und fliegend, gehts gut durch die Nacht. Noch mehr 90er-House kommt bei ‘Interplanetary Express’ zum Einsatz. Insgesamt jedoch nichts Besonderes, wie fast der gesmate Output von Tronic. Schade, Selway war schon wesentlich besser.

V.A. - 5th Stimulus Package [My Favorite Robot, MFR031]

MFR-Stimulus Package - Five-3

Werkschau mit sechs Artists, die allesamt im poppigen Wasser fischen. Michael J. Collins mit – was ich natürlich immer euphorisch begrüße – einem Elektrokarpfen der in slow motion schwimmt, während sich White Lions House-Aal mit Früh-90er-Orgel und 80er-Spitzen eine Schicht tiefer durch-grooved. Der zweite Elektrokarpfen mit breitem Leadsound, schwimmt schneller und hat Detroit-Anleihen von Drumatix Six.

Kenny Glasgow releast, nach seinem 2010er UR-mäßigem Überhit, wieder einen Knaller, in einer Stimmung, die an die Depeche Mode der 80er erinnert. Daze Detens Italo-Ansatz und James Teejs verquerter Dubstep passen weniger. Aber bis auf die beiden eine richtig gute EP, auf einem Label das schon einige Qualitätswechsel hatte und wohl weiterhin haben wird.

Culture Jamming Onlinepremiere

Dank ARTE Creative ist mein Film Culture Jamming jetzt - in einer Version mit CC-Musik - komplett online zu sehen. Nun wird wahrscheinlich mein DVD-Verkauf gegen Null gehen, aber Filme macht man ja, damit sie gesehen werden…

Mehr Infos zum Thema hier oder hier


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