In den frühen Neunzigern bedeutete Techno zwar alles, doch auch Indie erlebte seinerzeit eine Blütephase. Und so sampled T.D. zwar PJ Harveys ‘Down by the Water’, belässt es aber bei der Vergangenheit und bringt damit den Track des Monats heraus.
Aufgebaut auf einem choir-ähnlichen Synthsound, der einen auch ohne den Rest in wohlige Stimmung versetzt, immer wieder einzelne Zeilen von PJ Harvey. Dabei driftet T.D. nie in das Strophe-Refrain-Schema ab, sondern scheint nach dem Klang der Stimme zu gehen. Großartig!
… und wird sicherlich haufenweise Menschen auf den Open Airs verzaubern.
Livesessions haben ja oft den Vorteil, dass man sich nur dem Gefühl hingibt und mehr into it ist, als beim zwangsweise verkopften Arrangieren später. So folgt auf das erwartungsvolle Intro eine Art Tuba die, mit Snares garniert, an die Produktionsweise eines Carl Craig erinnert, ohne dass er schlecht kopiert würde.
Einfach nur ruhig und ungemein intensiv wie das bei Rhauder vonstatten geht. Im youANDme Remix wird erstmal alles Feuchte ausgesogen, bis der Track trocken wie der Unterboden eines Rallye-Paris-Dakar-Wagens ist. Doch auch hier Intensitätssteigerung, nur in einer dermaßem bösen Abwandlung, dass man fast vor dem Synth in Deckung gehen möchte.
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Schon etwas älter, aber gerade erst entdeckt: Der Ausnahme-Krautelektroniker und musikalische Hobbyethnologe Caribou der mit Swim mein Favourite-Album 2010 produziert hat, hat 2009 eine All Star-Band zusammengestellt: Caribou Vibration Ensemble. Mit dabei ist das Who-is-Who des vertrackten Wonky-Adventurous-Electronica-Leftfields: Kieran Hebden (aka Four Tet), Luke Lalonde (of Born Ruffians fame), Koushik Ghosh (aka Koushik) und der legendäre Bandleader des Sun Ra Arkestra Marshall Allen. Die Platte war nur auf den Konzerten im Herbst 2010 erhältlich, aber netterweise stehen alle Tracks zum Streamen online:
Und um den Caribou-Segen komplett zu machen, habe ich noch einen alten Mix herausgekramt den Caribou im April 2010 für den Blog Allez Allez gemacht hat. Eine bunte Playlist zwischen Early House, Eigenproduktionen, Rare Grooves und dem wunderbaren Ethno-Edit von Thomas Mapfumos Hit ‘Shumba’ (aus dem Jahre 1990 ???).
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caribou - sun (sunapella)
phill & friends band - this man
alog - every word was once an animal (daphni mix)
caribou - odessa (david wrench’s drumapella)
moodymann - dem young sconies
caribou - odessa (clubb mixx)
sofrito specials featuring l barrabas - tabou for the people (sofrito edit)
jackey beavers - mr. bump man (give me a hand) part 2 (theo parrish edit)
crash course in science - flying turns
unknown - egyptian wedding (luxor)
daphni - ahora
dj sprinkles - grand central, pt. i (deep into the bowel of house) (mcde bassline dub)
mr. fingers - slam dance
caribou - bowls (harpapella)
a number of names - sharevari
steve poindexter - short circuit (c64 bypass mix) (noleian reusse remix)
caribou - sun (jeremy’s mix)
thomas mapfumo - shumba (daphni edit)
patten - version (test mixxx)
pazy and the black hippies - wa ho ha
billy stewart - cross my heart
Christian Ogrinz aka Wasserstoff produziert gute Dubtech-, Grime-, Dubstep- und Raggatracks wieamFließband und hat jetzt in Kollaboration mit dem Detroiter MC Zulu einen Minimal-Ragga-Track vorgelegt, der zeigt wozu Minimalismus einst angetreten war: Maximale Wirkung durch minimale Effekte. Auf das Grundgerüst von Akkordeon-Bits und reduzierter Perkussion legt MC Zulu seinen treibenden Flow.