Entries Tagged as 'Rezensionen'

Platte des Tages: Unknown - Escape [Aldebaran 001]

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Vinyl strikes back. Wieder einmal. Und wieder limitiert. Für diesen zeitlosen Dubtechno aber auch mehr als gerechtfertigt, dieser seinerseits zeitlose Tonträger. Aldebaran ist also ein Sternenbild, das 65 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Man wird zwar nie wissen, ob die Dubs soweit ins All hineinreichen, doch dringen sie tief in den Körper/ins Bewusstsein ein, vor allem die männlichen leicht leierigen Vocals setzen sich ungemein fest und beglücken jeden Moment.

Einfach hittig, da brauchen sich auch die Dubs keine zwei Parsec auszubreiten. Spitzen Track. Die B geht trockener und mit Bandechos zur Sache. Ebenfalls schön mit seinem mehr nach vorne gehendem Drive.

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Hooved - Soul Closed EP [Kammer Musik 012]

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Irgendwie ist in Hooveds EP der Wurm drin. Zwar absolut spielbarer, sauber produzierter und funktionierender Techhouse, aber auch nur das. Nichts mit dem die 012 an die herausragende Qualität der letzten VÖs anschließen kann. Schade! ‘Ridin’ toolt sich so durch und weniger Redundanzen hätten sicherlich gut getan. Mit den orientalischen Sounds klingt ‘Without a Reason’ interessanter und bleibt spannender. Angenehm, ,leider aber auch nicht mehr.

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Marko Fürstenberg - Remix Royale [Rotary Cocktail RC024]

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Royale Remixe im schickem James Bond-Layout und was würde dieses Release mehr adeln als dass ihn das Kollektiv Turmstrasse und Sven Weisemann als Remixer schmücken. Auch wenn dies eine remasterte Wiederveröffentlichung von 2007 ist, klingen beide Tracks noch unheimlich frisch.

Das KTS macht aus ‘Juni KK’ einen stampfenden Clubtrack der zwar mit ihrem charmanten Rasseln ausgestattet ist, aber keinerlei Flächen drin hat - für mich ungewohnt. Sven Weisemann schwebt sich durch die Ewigkeit. Zeitlos schön, bleibt eben zeitlos, auch Jahre später. Als limitiertes, durchsichtiges Vinyl kriegt man zu den Remixen auch ein schickes Sammlerstück.

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Platte des Tages: Deo & Z-Man - No EP [Dekadent, Dkdnt015]

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Eine Gabelstapler-Ralley im Club veranstalten und dazu ‘The Damaja’ als Soundtrack. Das wäre das perfekte Bild für diese Art von Durchness, in der die Trommeln nur so durch die Gegend fliegen. Doch dann nach dem HipHop-Break ändert sich alles und es geht mehr nach vorne. Stapler werden durch Sneakers ausgetauscht. Und es bleibt eine skurrile Perle im Ohr hängen. Formidable!

Luftiger, wärmer und beschwingter wird ‘Get Busy’, dass übrigens auch eine A-Seite wert gewesen wäre, aber da die 015 ‘No EP’ heißt, passt das. Und die Musik ist eh riesig.

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T.D. - Mara [We can do it 007]

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Ein verzaubert-hypnotischer Track. In den Bann ziehend wie die dunklen Augen der spanischen Mara, die wohl als Patin für den Track steht. Wieder mal ein hochgradig illegales Bootleg, dessen Höhepunkt ein Sample eines unbekannten spanischen Liedes ist. Das hat Deepness und Humor und klingt einfach großartig. Eine B-Seite braucht es natürlich nicht, sie würde nur die Einzigartigkeit des Tracks kaputt machen.

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Geschenk des Tages: The Aphex Twin - Digeridoo [1992, R&S Records 9201]

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Nachdem mir Wordpress heute meinen morgendlichen Post zerschossen hat, ist die Motivation mit dem Anstieg der Sonne dahingeschmolzen. Jetzt, da der Zenit überschritten ist, kehrt zumindest ein kleiner Rest an Elan zurück. Und ehrlich gesagt, will ich niemanden das folgende Geschenk des Juno-Downloadstores vorenthalten. Immerhin handelt es sich um Aphex Twins Digeridoo auf R&S Records, das man sich - soweit registriert - in allen Qualitätsstufen herunterladen kann. Für umsonst. Und gegen sonstige Rabattheftchen und dem Payback-Generve bei DM freut das so richtig.

Allein der Titeltrack ist das seit Tagen dringendst benötigte Vuvuzela-Derivat das mich einen Monat aus dem Hinterhof begleitete und jeden Tinnitus vergessen lässt. Hier röhrt Richard D. James das australisch-folkloristische Instrument auf (noch) tanzbare Breakbeats und man erahnt nur langsam, dass das seinerzeit gute E beim runterkommen noch alles aus dem Körper geholt haben muss.

Verkopfter mit hämmernden Industrial-Breakbeats schlägt sich ‘Isoprophlex’ durch die Boxen, wird aber durch die Sehnsuchtsfläche so in Zaum gehalten, dass man keinen Kontrollverlust erleidet.

Damit setzte AFX einen schönen Gegenpol zu seinem Wattebausch-Klassiker ‘Selected Ambient Works 85-92′.

Hier geht’s zum ‘Präsent’
[via Blog to the Oldskool]

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Cari Lekebush - Bodysnatcher [H-Productions 042]

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Auf seiner zweiten EP setzt Lekebush auf HiHat-Tackern und leicht verzwurbelte bis schräge Sounds mit denen er an seine Erstlingswerke auf Influence Records anknüpft, zumindest bei ‘Bodysnatcher’, so unverfroren oldskoolig kommt es daher mit den Snares und Cowbells. Auch ‘Shivering’ gemahnt an die 90er, doch hier dreht sich alles um ein Arpeggio und der plattgedrückten Beat erinnert an die guten Tage von Thomas P. Heckmann. Mit beiden neuen Maxis steigt die Vorfreude auf das Album enorm.

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