Wo?: Maria Am Ostbahnhof
Wann?: Freitag den 5. März - 23:00 Uhr
Wer?: DJ Pierre, DJ Funk, Phon.O, Mr Maqs vs Léonard de Léonard
Keiner weiß genau, wie alt Pierre ist. DJ Pierre kommt aus dem Vatikan der House Music, aus Chicago. Da schrieb er bereits in den 80’s seine Kapitel in die Bibel der Dancefloor-Music. Nebenbei hat er übrigens auch für Strictly Rhythm produziert und den sogenannt Wildpitch-House erfunden. Nachdem er damals vom heiligen TB-303 Gral gekostet hatte, wurde er unsterblich.
Zur selben House-Bruderschaft gehörte auch DJ Funk. War ihm aber alles zu konservativ und so eröffnete er als Dissident seine eigene Abteilung. Ghetto-House, auch bekannt als Booty-House, womit die Orientierung klar definiert ist. Hier geht es um Hardsex, Big Booty, und natürlichen Tanz!
Also ich denke mal die realvinylz-Redaktion wird geschlossen da sein
Zum fünften Mal findet die Partyreihe Particle Riot im Künstlerverein Malkasten am Samstag den 07.06.08 um 22:30 in der Jacobistr. 6a in Düsseldorf statt.
Der Exildüsseldorfer und Wahlkölner (yeah!) Adam Kroll, ehemaliges Mitglied der Two-Step-Supergroup Gush Collective und Ex-Leib-
und-Magen-Schlagzeuger der Frank-Popp-Ensembles stellt die filigranen und melodiösen Minimalentwürfen seines eigenes Label Squonk vor.
Visuals: Dimitrios Tsantidis und Daniel Henrici, der eine speziell für diesen Abend konzipierte Videoinstallation mit fünf Video-Beamern generieren wird.
Der Eintritt wird 8 Euro betragen und die, die es so schnell nicht mehr nach Düseldorf schaffen, denen sei der Folgetermin am Freitag den 20.06.2008 ans Herz gelegt:
Als Urban Electronic Music-Blogger werde ich (Sub_Kid) es ab heute als meine Aufgabe betrachten in loser Folge die Reihe School of Stylez zu bloggen. In jeder Folge wird ein elektronischer Musikstil beleuchtet und den Anfang macht wohl eines der umstrittensten Genres der Neunziger: IDM aka Intelligent Dance Music aka Braindance aka Electronic Listening Music.
Der schon von Beginn an polarisierende Begriff IDM bezeichnet eine Form der distinguierten elektronischen Musik der frühen Neunziger-Jahre, die sowohl auf dem Dancefloor als auch zuhause funktionieren sollte. Natürlich beleidigte der Begriff gleich tausende von Dance-Produzenten, weil er ihre Musik implizit für stupide erklärte.
“I hate IDM and its elitist champions. It makes the music sound so much more than it actually is. It’s a label invented by PR companies who need catchphrases. I like sounds, but hate what people attach to sounds.” Kid 606
Der Begriff IDM macht jedoch vor dem Hintergrund Sinn, dass er eine Fusion des harten Dance-Sounds der Raves und großen Clubs und der Downtempo-Tracks der Chill-Out-Areas darstellte und somit das missing link zwischen zwei sozialen Praxen bildete.
So lässt sich der frühe IDM-Sound auch als eine Mélange aus Chicago House, soften Synth-Sounds, Ambient und unglaublich mittigen Breakbeats beschreiben und meiner Meinung nach am Besten bei The Black Dog oder B12 nachhören.
Die Genre-Bezeichnungen (a) Electronic Listening Music oder (b) Braindance konnten sich nie gegen den Begriff IDM durchsetzen, sind jedoch ebenfalls recht geläufig und irgendwie auch (a) sympathischer oder (b) in einigen Fällen treffender.
Heute mal ein Brückenschlag der Berliner realvinylz-Posse nach Good Old D-dorf:
Zum dritten Mal findet die Partyreihe Particle Riot im Künstlerverein Malkasten am Samstag den 23.02.08 um 22:30 in der Jacobistr. 6a in Düsseldorf statt.
Der Schwede Anders Ilar aus Göteborg, der auf dem Düsseldorfer Label Level Records veröffentlicht, stellt sein neues Album Sworn vor. Knarzende Elektronik, abstrakte IDM-Parts und deep clubby Tunes mit Versatzstücken aus Acid und Chicago House.
“Love of the music should be the driving force of any producer, performer or DJ. Everything else stems from that core, that love. With that love, sampling can become a tribute; An expansion on ideas long forgotten, reconstruction, collage. Using the same understanding openly and respectfully can turn DJing into a spiritual participation. It can turn a few hours of selection into essential history; Necessary listening through movement.” Theo Parrish
Nachdem er nach 1994 nach Michigan gezogen war, ergaben sich lebhafte Kontakte mit der Detroit-Techno-Szene und erste Veröffentlichungen. Sein eigenes Label Sound Signature betreibt er seit 1997. Seine Philosphie ist es, Jäger und Sammler von Sounds zu sein, da man sich sonst nur wiederholen könne, was im Endeffekt zu Stagnation führe. Deswegen begibt Parrish sich mit seinem Field-Recorder auch auf immer neue Klangsuche in den SubUrbs von Detroit.
Im Train Wreck Mix für RBMA Radio, widmet sich Theo Parrish seinen Wurzeln: dem warmen, soulful House-Sound aus Chicago, verspieltem Jazz und knackigem Funk.
Mr. Fingers - What About This Love
Aaron Carl - Sky
Kasso - One More Round
Was Not Was - Tell Me That I’m Dreaming
Patrice Rushen - Right Now
Brick - Happy
Hamilton Bohannon - Dance Your Ass Off
Omar-S - 007 Detroit
Gherkin Jerks - Sympte Suite
Mike Huckaby - Untitled
No Milk - Untitled
Kelli Hand - Moody Lately
Glenn Underground & Black Mamba - Your Nativity
Hanna - The Inspiration
Atelewo - New Day
DJ Spen pres. DJ Technic - Gabryelle
Rick Wilhite & Malik Alston - Ecoutez
Delano Smith - A Message For The DJ
John Beltran - Especially
Lil Louis - I Called U (Why’d U Fall)
Patrick Adams pres. Phreek - I’m a Big Phreek
Urban Renewal - Only So Much Oil In The Ground
Theo Parrish - Unreleased
Theo Parrish - Unreleased
Theo Parrish - Unreleased
Der aus dem Saarbrücker Hardwax-Umfeld stammende Achim Brandenburg aka Prosumer ist ein wahrer Experte im klassischen Chicago House und Detroit Techno. Soulful House Music mit rohen Maschinenbeats und analoger Wärme, die er als Resident-DJ in der Panorama Bar, sowie im Watergate und im Weekend erklingen lässt.
Die Figur des Prosumer ist Alvin Toffler’s Sci-Fi-Studie The Third Wave entlehnt. Toffler sagte vorraus, das die Rollen von Produzenten und Konsumenten verblassen und zusammenwachsen würden, da die Massenproduktion von Standardgütern die Konsumenten übersättigen werde. Der Prosumer müsse dann Teil des Produktionsprozesses werden, um neue hochspezialisierte und bedarfsgerechte Produkte zu designen.
Dies macht Prosumer, in Form von Musik, zusammen mit seinem Freund und Kollegen Murat Tepeli, neuerdings auf dem Berliner Label Ostgut Ton. Die beiden vereint eine Liebe zum roughen, direkten Sound der eine gewisse Unmittelbarkeit suggeriert, die viele in elektronischer Musik ja zu vermissen meinen. Unterstützt werden sie dabei auch von der Sängerin Elif Bicer, Barfrau in der Panoramabar, die mit ihrem soulgetränkten Gesang die Synthetik weiter “humanisiert”.
Das gerade erschienene Album Serenity [Vinyl] ist das Ergebnis ausgiebiger Jam-Sessions der Dreien.