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Dreher & Smart - Cábula EP [Dekadent Schallplatten, Dkdnt017]

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Nach der letzten, etwas schwächeren, EP des Labels startet diese voll durch. Auf der A klar der Hit. Wurmeliges Techno, dezent von hinten kommend und immer spannungsgeladener werdend, dürfte es einige Peaktimes erfreuen.

Doch der eigentliche Killer wartet auf der B. Mit ‘Drehalitäten’, einem Jack, der von Walgesängen, Hintergrundchords und einem vertrackten HiHat-Spiel durchkreuzt wird, schaffen die beiden einen Track für die Ewigkeit, der wohl niemals in späteren Best-Of-Charts auftauchen wird. Die ‘Frostbeule’ ist dann der Kompromiss zwischen Beiden und bedient mit einiger Wärme den ewigen Berlin-Sound der Nuller. Killer EP soweit.


Platte des Tages: Deo & Z-Man - No EP [Dekadent, Dkdnt015]

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Eine Gabelstapler-Ralley im Club veranstalten und dazu ‘The Damaja’ als Soundtrack. Das wäre das perfekte Bild für diese Art von Durchness, in der die Trommeln nur so durch die Gegend fliegen. Doch dann nach dem HipHop-Break ändert sich alles und es geht mehr nach vorne. Stapler werden durch Sneakers ausgetauscht. Und es bleibt eine skurrile Perle im Ohr hängen. Formidable!

Luftiger, wärmer und beschwingter wird ‘Get Busy’, dass übrigens auch eine A-Seite wert gewesen wäre, aber da die 015 ‘No EP’ heißt, passt das. Und die Musik ist eh riesig.

Sascha Braemer - Dirty Talk EP [Dekadent Schallplatten, Dkdnt014]

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Bevor es dann doch zu heiß her geht - und irgendwie sprühen die Pheromone auch 2010 mittags um Zwölf nicht mehr so wie nachts um Zwei in Chicago anno ‘87 - werden die Dirty-Talk-Vocals im gleichnamigen Track lieber durch den Vocoder gejagt. Das erzeugt eine Art von Humor, wie man sie sonst noch von den Detroit Grand Pubahs kennt und ist mit seinen kleinen Spielereien und dem satten Groove eine willkommene, humorige Abwechslung. Auf der B lässt es Sascha Braemer sauber weiterstampfen mit einer sehr netten Überraschung bei ‘The Bumbler’.

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Platte des Tages: Toby Dreher - Landmass EP [Dekadent 013]

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Toby Dreher scheint einen definitiven Hang zum Trance zu haben, anders kann ich mir diesen Track nicht erklären. Die Fläche steht hier, wie schon lange nicht mehr gehört, komplett im Mittelpunkt. Dennoch wirkt die im Minimalkorsett drumherum nicht kitschig, da sie im richtigen Moment verschwindet und nicht durch andere Melodien ersetzt wird. Sehr schön.

Nur die Grundatmo derselben nimmt sich Agaric heraus und fügt dem einen röhrenden Sound hinzu - etwa in der Art wie das Holz in meinen Boxen klingt, wenn der Bass zu stark föhnt. And.id mimt in seinem Remix einen schönen Mittneunziger-Omen-Track lässt die Fläche wie die Vocalsounds von Waldorfs Wavetables klingen, gibt dem Kitsch aber ebenfalls keine Chance. Sehr schöne 12”.

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Kleinschmager Audio - Baan Panburi EP [Dekadent 012]

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Hüpfen oder Fliegen? Kann mich noch nicht ganz entscheiden, wie man ‘Cochlea’ am Besten in Körperbewegungen umsetzt. Hochpräzise jedenfalls wie der Leipziger die Sounds einsetzt, ohne dass das melodische zu dick aufträgt. Vielmehr lässt es Raum für den kopfeigenen Nightflight. Der Remix des Franzosen From Karaoke to Stardom macht die Entscheidung schon einfacher.

Sein ruhiger Trance lädt schnell zum Fliegen ein, wuchtige Bassdrum für die nötige Startpower, ausladende Sounds für die Tragflächen und genug Spielereien damit der Trip spannend bleibt. Die B2 als rasselndes, kaum melodisches Stück setzt sich zwar klanglich gut ab, aber hat keine Chance gegen die beiden sehr guten Tracks vorher.

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Heinrichs & Hirtenfellner - Down EP [Dekadent 011]

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Typisch Berliner Minimalsound der hier doch positiv überrascht. Mit einer Choir-Sound-Melodie, bei der jeder auf jeden zweiten Beat ein Ton kommt und den zwischendurch einsetzenden Streichern, vermittelt das die Wärme im Club, die sonst nur ein Ofenfeuer gibt. Passt deshalb perfekt zum miesen Wetter dieser Tage.

Mit ‘Soap’ bringen H&H den eigentlichen Hit dieser EP. Trompeten, eine bauchfellkitzelnde Bassline und ein melancholischer Chor grooven das Herz warm. Die Endlosrille am Schluss bringt dann den nötigen Spaßfaktor aufs Vinyl.

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