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Lavajaz - Debut [Spontan Musik, SMV018]

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Lavajaz aka Tobias Lorsbach aka Keinzweiter veröffentlicht zwei Jahre nach seiner ‘Globus Cassus’-LP erneut ein Album. Und das Alter lässt seine Ambivalenzen auch nicht weniger werden. Statt Sci-Fi- und Singularitätsattitüde nun der Überfall auf das Binger Jazzfestival. Kein Problem als Altrheinbewohner mit eigenem Boot.

Lavajaz - Supra by spontanMusik

Und so klingt das Album dann auch, als ob er das Festival samplete, die Aufnahmen durch einen Hecksler jagte und anschließend in akribisch-mainzer Microfunk-Manier wieder zusammengeklebt hätte. Bis auf zwei tanzbare Tracks, ist das “Debut” bewusst ruhig gehalten und lässt den Jazz für sich sprechen. Manchmal schon stark mit elektronischen Sounds versetzt, sind es bei den anderen Tracks fast ausschließlich Originalsamples, die neu arrangiert wurden und das Ganze organischer einfärben.

Höhepunkte sicherlich ‘The weird Wire’, die – und wieder – Orgel bei ‘Flyin’ und das an französisches Cut-Up erinnernde ‘Missing’. Mein Album des Monats und trotz des Alters mancher Tracks um vieles frischer als die Konkurrenz.

Spontan Musik

Madvillain began recording a new album

Das Hip-Hop-Album des Jahres 2004 war Madvillainy von Madvillain aka Madlib und MF Doom. Genrebashende Beats, knochenbrechende Grooves und eine gehörige Portion Weed. Eine wilde Melange aus Sun Ra, Weirdo Funk, Underground Hip-Hop, Blaxploitation, Marvel Comics und Jazz, die mich seinerzeit wieder mit Hip-Hop versöhnte. Eigentlich ‘eröffnete’ sich mir das eher en passant runtergeladene Album auf einer Überdosis THC, einem nach langer Zeit allein gerauchten Phillies Blunt. Plötzlich machten die Kakophonie und die schrägen, stolpernden Beats einen Sinn und die Vorliebe für diese Musik blieb.

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Umso mehr freute ich mich, als ich eben entdeckte, dass das Label Stones Throw ein neues Album von Madvillain ankündigt, an dem die beiden schon seit 2009 arbeiten. Ein erstes Ergebnis ist der Track ‘Papermill’:

Diesmal scheinen sich Madvillain den Jazzrock (Schweinerock) vorgenommen zu haben und MF Doom grätscht gewohnt asynchron mit enigmatischen Lyrics über den Track. Rumors has it, dass das ein alter Track von Manfred Krug(!!!) ist (’Morgen’), wobei ich mir nicht ganz sicher bin.. Große Vorfreude auf das Album, jedenfalls! Den Track kann man sich übrigens im Rahmen einer Promokampagne von adultswim namens 8 Singles 8 Weeks hier runterladen.

J Rocc hat auf East Village Radio auch nochmal ein paar Tracks des neuen Albums angespielt:

Stay tuned…

Compilation des Monats: Tokyo Dawn Records - The Heat

Die erste Compilation des Frankfurter Labels Tokyo Dawn, die mich restlos begeistert. Tokyo Dawn, die eigentlich aus der Demoszene kommen und vor 7 Jahren mal einen Track für einen Imagefilm von mir beisteuerten, scheinen nach ihrem Relaunch im Jahre 2009 das von Dego McFarlane und Marc Mac aka 4Hero begonnene Projekt eines 21st Century Soul konsequent weiterführen zu wollen. Das hier klingt nach Motown, nach Roots Manuva Dub, nach Urban Beats und ganz viel brennendem Chrom.

Jimetta Rose eröffnet die Compilation mit einem kleinen musikalischen Veuve Cliquot, dicht gefolgt von dem Tanzbodenfeger ‘Wake 2.0′ von Kris Mars, dessen treibender Funk-Lick-Groove auch von Timbaland, Common oder Kanye West stammen könnte.

Soulparlor knüpfen dann wieder an das Eröffnungsstück an, sind mir aber etwas zu ‘Jamiroquaiesk’ im Abgang. Auch der spirituelle Rosenaktivismus-Song von Georgia Anne Muldrow hat mich erstmal genervt, gewinnt aber nicht zuletzt dank dem exzellenten (Free)Jazz-Piano bei jedem neuen Hören an Qualität. Der heimliche Star dieser Compilation! Mos Def ist von der Dame so begeistert, dass er sie im Interview mit der New York Times gar mit Ella Fitzgerald und Nina Simone verglich.

Mit Black Consciousness geht es dann auch weiter: Wallis Bird lässt die Männer auf sanfte Art wissen, was eine Frau wirklich braucht. Etwas zu verspult ist mir dann der Jay Scarlett-Joint ‘Gentle Persuasion’. Der Passauer Swede:art versucht sich ebenfalls an Black Consciousness mit einer philosophisch angehauchten Linguistikkritik.

An zentraler Stelle befinden sich meine Lieblingstracks: Addiquit mit ‘Open Eyes’ und Exes4Eyes ‘Blow You’. Beide gehen unglaublich (neo)funky nach vorne und grooven den Hörer in eine Art sexy Trance, die mich schon fast in einen Fahrradunfall hineinbefördert hätte.

So geht es hochqualitativ weiter und eigentlich jeder Trank enthält mindestens eine nette Überraschung, wie die freshe Loop-Perkussion in Donn Ts ‘Kisses’ oder die Minnie Ripperton-Fender Rhodes in Ronnie Vindahls ‘Head Over Heels’.

Bis auf wenige etwas schwächere Tranks hinterlässt ‘The Heart’ ein ähnlich euphorisches Gefühl der Verliebtheit wie einst das Chapter 1 von ‘Two Pages’, was schön ist, denn anders als das damals geliebte Mädchen ist die Musik ewig und dazu auch noch käuflich. Ein absoluter Herzwärmer für den Herbst.

Buy & Listen

Platte des Tages: The Souljazz Orchestra - Rising Sun [Strut Records 058]

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Jazz ist bekanntermaßen nicht nur immer noch der Teacher, sondern auch mein persönlicher Soundtrack des langsam aber sicher beginnenden Frühlings. Dafür verantwortlich ist das kanadische Souljazz Orchestra mit seinem passend betitelten dritten Longplayer Rising Sun. Die Namensähnlichkeit mit dem Londoner Label und Plattenladen ist rein zufällig, doch musikalisch trennt das Sextett aus Ottawa weit weniger als ein schnödes Leerzeichen von den Briten. Denn so wie letztere sich für ihre Compilations immer wieder tief in die Wurzeln vorzugsweise afrikanischer und karibischer Soundkultur eingraben, schöpft auch das Souljazz Orchestra aus dem reichen Fundus von Ethnojazz und Afrobeat.

Pate gestanden haben für Rising Sun natürlich in erster Linie Mulatu Astatke und Fela Kuti, doch bleibt die Interpretation des Orchestras so zeitgemäß wie eigenständig. Selten hört man Jazz so frei von Daddeligkeit und Klischees und so durchgehend rhythmisch und deep. Hier ist alles gleichzeitig wie aus einem Guss und dabei so voller betörender kurzweiliger Momente vor denen man einfach huldigend niederknien muss, wie die Sonnenanbeter auf dem Cover.

So wie bei ‘Negus Negust’, in dem lateinamerikanisch anmutende Bläsersätze kongenial mit dem glasklaren Vibraphon harmonieren oder dem kinematographischen Kleinod ‘Lotus Flower’, das mit dem Cadillac direkt vor der Hotelbar parkt. In ‘Serenity’ tappst schließlich ein schüchternes Pianointro in die Szenerie, bevor es in einen samtenen Umhang aus Saxklängen gehüllt wird. Ein wenig freier und weniger groove-orientiert gestaltet sich das letzte Drittel der Platte, das mit ‘Rejoice’ eine Coverversion des Sun Ra-Kompagnons Pharaoh Sanders enthält.

Die Art und Weise, in der die sechs Musiker jedem Element den nötigen Raum zur Entfaltung geben, erinnert nicht nur an den klassischen Minimalismus eines Steve Reich, sondern an jazz-geschulte Detroiter House- und Techno-Legenden wie Theo Parrish oder Carl Craig. Hier schließt sich dann wieder der Kreis ins heute. Und genau da ist Rising Sun ab jetzt Pflichtprogramm.

Igor And The Rattlesnake - Solar Sound System

I quite like the Strokes as a comedy group, and I very much like the Strokes when their music is mixed up, in a bootleg sense, with the music of pole-dancing pop fiasco Christina Aguilera (…) The stupid sublime stitching together of heated machined pop dripping with money and reheated NY punk scratched out of the fake history books creates a ravishing blur of signals, signatures, speeds and gaps in time (…) at the end of the twentieth century (…) it was commercial pop that was more exciting than commercial rock.
Paul Morley - Words And Music

Diese erschütternden Sätze gingen mir durch den Kopf, als ich heute die Ausstellung ‘Igor And The Rattlesnake - Solar Sound System‘ verließ. Was Morley da feststellt, geht nicht nur blutjungen ‘The’-Band-Hörern und Intro-Lesern an den Kragen, sondern auch all denjenigen die immer noch an einen NY-Mythos der späten Siebziger Jahre - Blondie, Burroughs, Warhol, Patti Smith (just to name a few) - glauben. Das dies aber nicht zwangsläufig einen Sieg des Punk/Hyperpop-Mashups bedeutet, habe ich heute durch das Solar Sound System gelernt.

Igor And The Rattlesnake sind die Künstler Nik Nowak aus Berlin und Thomas Chapman aus Brooklyn und ihre Installation Solar Sound System ist noch bis zum 15. Mai in der Galerie Infernoesque zu sehen.

heidestrasse

Im strömenden Regen erreiche ich das East Village von Berlin, die Heidestrasse, wo Galerien, Labels und Clubs eine Industriebrache mit kulturellem Mehrwert versehen. Im Erdgeschoß des Aufgangs II, im Vorraum der Installation, treffe ich den Künstler Nik Nowak, im IR$$$$ MINIMART. Hier kann man in einer Asia-Gemüseladen-Atmosphäre alles von Klopapier über Fake-Kokain, Tampons, Apfelsinen bis hin zur CD ‘Igor and the Rattlesnake Solar Sound System’ erwerben.

Letztere stellt den auditiven Teil der Installation dar, die mich im nächsten Raum erwartet:

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Mother Sculpture

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Male Satellite

Die Installation besteht aus drei miteinander vernetzten Teilen, der Mother Sculpture (Verstärker und Subwoofer) und zwei Speaker-Satelliten die visuell männlich und weiblich codiert sind. Durch Materialien, Farbgebung und collagiertem Fotomaterial vermittelt die Installation erstmal ein Gefühl von Blackness und Alienation. Dies ist m.E. eine Basisstimmung, die den Hauptteil der Installation transportiert: Die Musik.

Produziert von Nik Nowak - der auch Beats und Tenor-Klacnisphniton spielt - ist die CD ‘Solar Sound System’ das Werk von Niks Freundin Ronel Doual und Thomas Chapman als Vokalisten bzw. Lyricisten und dem Multi-Instrumentalisten Chris Gertges. Schon in der Produktionsweise schwingt die Idee des Wild Bunch-Kollektivs aus Bristol mit, ein Referenzpunkt der auch in der schleppenden Dubbyness und Open-Mindness der Musik ankert (ich glaube sogar in den Drums des ersten Stückes ein Reminiszenz an Massive Attacks Blue Lines zu hören).

Auf diesem Grundgroove werden Spoken Words, jazzig bis freejazzige Saxophon-Einlagen, Clicks-n-Cuts und wunderschöne Conscious-Vocals collagiert. Alles in einer gutproduzierten Roughness, die einerseits DIY und andererseits hochprofessionell klingt.

Das hier ist das Retro von etwas, was vielleicht in dieser Konsequenz nie war: Brooklyn-Multitude, Hip-Hop, Post-Punk, State-Of-The-Art Beatprogramming, Jazz und Politik. Vielleicht ist Retro zu Unrecht als Nabelschau und Nostalgie verschrien, denn, wenn wie hier, an längst noch nicht ausformulierten Konzepten und Standards gearbeitet wird, macht das alles wieder Sinn…

Die CD ist momentan nur per Mailorder bei mail@niknowak.de oder in der Ausstellung erhältlich. Die ganze Installation wird am 15. Mai ab 19:00 Uhr versteigert.

DJ Food - Raiding The 20th Century Mix

Dies ist der zweihundertste Blogpost auf realvinylz.de und das ist natürlich auch sowas wie ein kleines Jubiläum. Ich hatte in meinem letzten Post - über das Buch Words and Music von Paul Morley - schon den MashUp-Pastiche-Mix Raiding the 20th Century von DJ Food erwähnt, der quasi die musikalische Version des Buches von Morley darstellt und tatsächlich von einem Alvin Lucier-Sample eröffnet und von Kylie Minogues ‘Can’t Get You Out Of My Head’ beendet wird.

Gleichzeitig fasst dieser Mix vieles, was auf der letztwöchigen Veranstaltung Recyling_Sampling_Jamming verhandelt wurde, besser zusammen, als es eine minutiöse Wiedergabe der Fülle an Vorträgen, Diskussionen und Musikbeispielen leisten könnte. (Wer dies trotzdem will, kann sich auf der Website die umfangreichen Podcasts anhören.)

Strictly Kev hat den Mix am 18ten Januar 2004 auf XFM’s The Remix Show in London gesendet und damit einen auditiven Katalog der Geschichte der Cut-Up Musik erstellt. Part 1 beginnt mit einem Rundumschlag bekannter Bastardpop Mash-Ups um den Sachverhalt vorzustellen und leitet über zur Historie in Part 2: Avantgarde Tape Manipulation, Minimal Musik und Musique Concrète.

Part 3 featured mit Turntable-Megamixen und Cut n’ Paste-Tracks von u.v.a. Bomb The Bass, Coldcut, M/A/R/R/S, Mantronix und Steinski die Old School der Samplekunst, während Part 4 gewissermaßen die New School repräsentiert. Part 5 stellt dann die Synthese in Form populärer Bastardpop Mash-Ups - wie in Part 1 angerissen - dar.

Eine Reise die den auditiven Cortex neu formatiert. Let’s Begin!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

DJ Food - Raiding the 20th Century - Words & Music Expansion
[via ubu.com]

Tracklist:

Part 1 - Time Machine

20th Century Fox Theme - Intro
Negativland - Downloading (Seeland)
MC Sleazy / Franzie Boys - Triple Take
DJ BC - Surebladi
Danger Mouse - Encore
Wayne Butane - Elderly
Big City Orchestra - Bulldog
Jay-Z - Encore (Accapella)
The Beatles - Glass Onion (2 Versions)
Avril Plays The Beatles
Loo and Placido - Safari Love
JRB - Busta vs Steptoe & Son
Loo & Placido - Kids Will Rock You
Braces Tower - Special Child
Exactshit - Crazy
Cropstar - Crazy Prado
Tacteel vs Britney - Overprotected
Will Smith vs Mr Trick - Nod Ya Head
Osymyso - Intro inspection
fLeXuS - It Ain’t Nothin’
unknown - Spandau Fillet
Go Home Productions - Turn Out The Light Slave And Give Me Some Rhythm
Go Home Productions - Work It Out With A Foxy Lady
Beyonce - Crazy In Love (POJ Mix)
Skkatter - Diddy
Wobbly - Yo Yo Yo Yoyo, Hey…
Frenchbloke & Son - Sound Of Da S Club
Lemon Jelly - Soft Rock
dsico - Bille Jean Dancehall Edit
People Like Us - Nobody Does
2 Many DJs - Smells Like Booty
fLeXuS - White Love
Evil Twin - The Lady & The Lake
Justin Timberlake - Like I Love U (Ochre Remix)
Osymyso - Intro Expansion Pt 2
Go Home Productions. - Ray Of Gob
Madonna - WTF?
Player - Angel of Theft
Osymyso - Wegoddim
Flashbulb - Mama Said Knock You Out (mp3)

Part 2 - The Time Before Time

Alvin Lucier - I Am Sitting In A Room
Pierre Schaeffer - Etude aux Chemins De Fer
Pierre Henry - Souffle 1
PM - 1954 - Varese - Deserts
John Cage - Imaginary Landscape No.1
William Burroughs - Origin and Theory of the Tape Cut-Ups
Coldcut (Let Us Play LP Outro)
James Tenney - Collage No.1 (Blue Suede)
Marshall McLuhan - The Medium Is The Massage
Steve Reich - It’s Gonna Rain
The Monkees - Head Opening Ceremony
Frank Zappa - Lumpy Gravy
John Rydgren - Christmas Montage
Holger Czukay & Rolf Dammers - Boat - Woman - Song
Radiophonic Workshop - Major Bloodnock’s Stomach
The Beatles - Revolution No.9
Radiophonic Workshop - Talk Out
Kenny Everett Musical Works

Part 3 - Say Kids, What Time Is it?

Grandwizard Theodore & Kevie Kev Rockwell - Military Cut - Scratch Mix
Grandwizard Theodore Speaks
Grandmaster Flash in Fab 5 Freddy’s Kitchen from Wildstyle
Monica Lynch interviews Grandmaster Flash for WFMU
(Orig.) Big Apple Productions Vol. 2 - Genius At Work
The Art of Noise - Close (To The Edit)
Grandmaster Flash and The Furious Five - Adventures On The Wheels of
Steel
Cold Crush Brothers vs The Fantastic 5 MCs
Malcolm McLaren - Buffalo Gals
Double D & Steinski - Lesson 2 (The James Brown Mix)
Double D & Steinski - The Payoff Mix (aka Lesson 1)
Big Apple Productions - Genius At Work Vol. 2
Mr. K (aka Danny Krivit) - Rock The House
Double D & Steinski - Lesson 3 (The History Of Hip Hop)
Buchannan & Goodman - Flying Saucer Pt.1
Bomb The Bass - Beat Dis
Steinski & Mass Media - The Motorcade Sped On
Steinski Radio Interview with Jon Nelson from Some Assembly Required
Coldcut - Say Kids, What Time Is It?
Coldcut - Beats & Pieces
Eric B & Rakim - Paid In Full (Coldcut Seven Minutes of Madness Mix)
M/A/R/R/S - Pump Up The Volume
Eric B & Rakim - Micheal Jackson Got Soul
Think Tank - Hack One (The Internet Worm Mix)
Big Apple Productions - Genius At Work Vol. 2
3D - Tommy Boy Megamix
Axel F - The Latin Rascals
Arthur Baker - Breaker’s Revenge
Kurtis Blow - America (Dub Mix)
Cindy Mizelle - This Could Be The Night
Rochelle - My Magic Man (Machine Gun Dub)
Word of Mouth & DJ Cheese - King Kut (Bonus Beats)
T La Rock - This Beat Kicks
Tricky Tee - Leave It To The Drums (Dub)
Mantronix - Bassline (Stretched
Mantronix - Mega-Mix
Mantronix - Scream (Primal Scream Dub)
Mantronix - Mega-Mix (from Music Madness)
T La Rock - Bass Machine (Club Version)
T La Rock - Breakin Bells (Omar Santana Edit)
Skyywalker’s Bass Waves Mega Mixes - Mega Mix 1
Matt Black & the Coldcut Crew - The Music Maker
James Brown - The Payback Mix (Coldcut meets the Godfather)
Mantronix - King of the Beats
Pete Smith & DJ Cesare - Beat Bytes
Dr Funnkenstein & DJ Cash Money - Scratchin’ To The Funk Pt.1
Grandmixer D.ST - American Mega-Mix
James Brown - Payback (The Final Mixdown) (Norman Cook & DJ Streets
Ahead)
Jazzy Jeff & Fresh Prince - He’s the DJ, I’m The Rapper
DJ Shadow - Lesson 4
Hiroshi & Kudo feat. DJ Milo - Return of The Original Artform
Derek & Clive - Records (DK Re-Edit)
De La Soul - Cool Breeze on the Rocks
Zeb Rockski & Steiber Twins - The Revenge (B Boys Revenge ‘97)
Bronx Dogs - Tribute To Jazzy Jay (Death Mix)
DJ Format - English Lesson
Dynamix 2 - Just Give the DJ A Break
Beat Junkies - Scratch Monopoly Pt II
Mr Dibbs - B Boys Revenge
DJ Craze - 1st ITF Championship Set
Invisibl Skratch Piklz - Vs Da Klamz Uv Deth
The Herbaliser - Wall Crawling Flying Insect Breaks
Cut Chemist - Lesson 6 (The Lecture)

Part 4 - Pressed For Time

Cassetteboy - Fly Me To New York
Jive Bunny & The Mastermixers - Swing The Mood
Stars On 45 - Stars On 45
The Jams - All You Need Is Love
Age Of Chance - Kisspower (Unreleased Mix)
Negativeland - The Perfect Cut (Good As Gold)
Christian Marclay - Pandora’s Box
Jon Oswald - Way
Evolution Control Committee - Rebel Without A Pause (The Whipped Cream
Mix)
Jon Oswald - Brown
Tape Beatles - Concern About
Jon Oswald - dab
Tape Beatles - Short History of the Tape Beatles
The KLF - Rock Radio Into The Nineties and Beyond
People Like Us - Sound Escape
Negativeland - The Letter U & The Numeral 2 (Acapella mix)
Emergency Broadcast Network - Behaviour Modification / We Will Rock You
Black Helicopters - Hammered Gods
People Like Us - Sound Escape
Tape Beatles - Thus
Forest J. Ackerman - Music For Robots

Part 5 - Time’s Up

Osymyso - Intro Inspection
The Freelance Hellraiser - A Stroke of Genius
Girls On Top - We Don’t Give A Damn About Our Friends
Kurtis Rush - George Gets His Freak On
Copywrong - Too Much Freakin’
Girls On Top - Being Scrubbed
2 Many DJs - Dreadlock Woman
Osymyso - Pat n Peg
The Freelance Hellraiser - Got My Lovely Money
The Freelance Hellraiser - Step On Man
Osymyso - Intro Inspection
Osymyso - John’s Not Mad
Picasio - Do You Really Like It?
The Freelance Hairdresser - Marshall’s Been Snookered
Mky - I’ve Created A Monster
B.R.K. - JackoNim
Mr On - Breathe, Don’t Stop
The Freelance Hellraiser - Can You Lick Shots?
Skkatter - Madonna Is A Filthy Slut
Mcsleazy - Don’t Call Me Song 2
Wayne Butane - Elderly
Girls On Top - I Wanna Dance With Numbers
Kylie - Can’t Get You Out Of My Head (Soulwax Electrosoul Mix)
Kylie Minogue - Can’t Get You Out Of Blue Monday Live @ the Brits 2002
20th Century Fox theme - Outro

Squarepusher - Just A Souvenir

Squarepusher Releases

Der Squarepusher oder - wie Bodenständig 2000 es kongenial formulierten - der Klangklötzchenschieber war der Prototyp des Musiker in den 90igern. Tom Jenkinson aka Squarepusher hat seinerzeit die Meßlatte der Clicks n’ Cuts per Minute mit seinem Jazzrock / Fusion / Ernest Borgnine-Cut-Up um Meilen höher gesetzt und als Mitglied des inoffiziellen Quartetts Aphex Twin, Michael Paradinas µ-ziq und Luke Vibert die Stilrichtung Drill n’ Bass erfunden.

Auf seinem Debütalbum Feed Me Weird Things twistete er den Jazzrock und reißt mich damit heute noch vom Stuhl:

Im Dictionary findet man unter Squarepusher die Definition ’someone who likes the ladies’, was bei der Interpretation von Jenkinsons umfangreichen Werk erstmal wenig weiterhilft.

In der einen Minute quetscht Squarepusher Miles Davis-infizierten Jazz in einen Drum n’ Bass Tracks, in der nächsten verliert er sich in Reverb-Schleifen und lässt die Melodie in einer dubbigen Fusion verschwinden. Auf dem Album Music Is Rotted One Note überraschte er dann 1998 mit live eingespielten Drums, Keyboards und Bass ohne jegliches Sequenzing: Bitches Brew on Acid

Just a Souvenir [Vinyl] ist Squarepushers dreizehntes Album und basiert auf einer Vision, die der Künstler auf einem Rockkonzert hatte:

This album started as a daydream about watching a crazy, beautiful rock band play an ultra-gig. At first, a giant fluorescent image of a coat hanger appeared at the back of the stage. A couple of seconds later a full size replica of the Camden Falcon backroom materialised around the glowing coat hanger. Upon the stage was a group composed of five musicians. They seemed to be of differing ages, some young, some old. I noticed that the drummer was an Eskimo. They played instruments either of their own design or conventional ones that were modified such that they could be used to generate a range of sounds not typically associated with a rock band.

What to do after an experience of that order? As the room around me regained its familiar shape, I was left with an urgent sense of responsibility that I do honour to this vision of a remarkable ensemble. My memory of it was the only souvenir, and I feared its vulnerability with only a skull to protect it. I ventured forth to the studio shortly after the New Year. I emerged on July 15th. This is the result. I hope you enjoy it.

Das Album wird am 27. Oktober erscheinen und bildet eine wilde Mischung aus Trans Ams Album Futureworld, Experimental Rock, Future Jazz, den Drill n’ Bass-Eskapaden früherer Platten und Vocoder-Quatsch.

Die Clubtransmediale präsentiert am 26. November 2008 um 21 Uhr in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz das erste und einzige Deutschlandkonzert von Squarepusher zum neuen Album. Im Zusammenspiel mit einem Schlagzeuger und aufwändiger Videoshow wird Tom Jenkinson alias Squarepusher mit einem spektakulären Aufführungskonzept die große Bühne des Theaters in einen brodelnden Dancefloor verwandeln.

Zur Einstimmung gibt es hier ein paar Trax und einen Squarepusher-Mix von meinem Lieblings-Selekta DJ VLR:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

DJ VLR - His Fucking Sound - The Squarepusher Mix

[via djvlr.blogspot]