Entries Tagged as 'Klassiker'

Geschenk des Tages: The Aphex Twin - Digeridoo [1992, R&S Records 9201]

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Nachdem mir Wordpress heute meinen morgendlichen Post zerschossen hat, ist die Motivation mit dem Anstieg der Sonne dahingeschmolzen. Jetzt, da der Zenit überschritten ist, kehrt zumindest ein kleiner Rest an Elan zurück. Und ehrlich gesagt, will ich niemanden das folgende Geschenk des Juno-Downloadstores vorenthalten. Immerhin handelt es sich um Aphex Twins Digeridoo auf R&S Records, das man sich - soweit registriert - in allen Qualitätsstufen herunterladen kann. Für umsonst. Und gegen sonstige Rabattheftchen und dem Payback-Generve bei DM freut das so richtig.

Allein der Titeltrack ist das seit Tagen dringendst benötigte Vuvuzela-Derivat das mich einen Monat aus dem Hinterhof begleitete und jeden Tinnitus vergessen lässt. Hier röhrt Richard D. James das australisch-folkloristische Instrument auf (noch) tanzbare Breakbeats und man erahnt nur langsam, dass das seinerzeit gute E beim runterkommen noch alles aus dem Körper geholt haben muss.

Verkopfter mit hämmernden Industrial-Breakbeats schlägt sich ‘Isoprophlex’ durch die Boxen, wird aber durch die Sehnsuchtsfläche so in Zaum gehalten, dass man keinen Kontrollverlust erleidet.

Damit setzte AFX einen schönen Gegenpol zu seinem Wattebausch-Klassiker ‘Selected Ambient Works 85-92′.

Hier geht’s zum ‘Präsent’
[via Blog to the Oldskool]

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Bomb The Bass - Black River (Gui Boratto Remix)

Als Einstimmung auf das neue Bomb The Bass-Album Back To Light (Microsite) hier ein Remix des Future Chaos-Tracks Black River von Gui Boratto.

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Platte des Tages: Tony Lionni - The Brain EP [Polymorph 003]

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Nach der verschrobenen 001 serviert uns Polymorphs Tony Lionni auf der 003 einen echten Raveslammer aufs Tablett. Gespickt mit einem hochpassgefiltertem Sägezahn, langen Chordsweeps die spielerisch auch in einem ruhigeren Track voll zur Geltung kommen würden - und hier erst recht passen - lässt die A-Seite die Endorphine wie von einer Flex aus dem Körper sprühen. Definitiver Höhepunkt der Nacht. Und auf der B ein Techno-Stück, das einen einfach antreibt. Mit seinen ratternden HiHats - die wie die mechanische Einspritzung eines alten BMW klingen - und treibenden Loops ist “The Brain“ genauso zeitlos wie die alten Münchner Reihensechszylinder. Bitte mehr davon.
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Platte des Tages: 3 FS - Crackerjack Stitch [FIM 095]

Nie hat House härter oder metallischer geklungen als auf dieser 12″. Während ich mich an drei Tracks kaum noch erinnere, ist der Sneak Mix von Slali Window einer dieser Alltime-Classics, der nirgends gespielt wird und wohl auch auf keiner Top Ten jemals vertreten sein dürfte.

Mit direktestem 909-Beat und den ständig reinhauenden metallischen Claps, schaffte es der Track nicht nur die gemietete Anlage im Niersteiner Jugendheim und meine Ohren in der Wiesbadener Hasengartenstraße zu zerfetzen, sondern macht auch heute noch neben totkomprimierten Tracks eine sehr gute Figur. Zwei Sounds und ein Drumcomputer reichen Sneak, um einen unheimlich knallenden Groove zu entwickeln, der in seiner Härte besser mit Nitzer Ebbs ‘Let Your Body Learn’ mixbar ist, als mit van Heldens ‘Phunk Phenomenon’. Großgroß, groß, sicherlich auch noch in 2017.

Sollte man allen aktuellen Minimalisten und DeepHousern kräftig um die Ohren hauen, bis sie wieder rohe Technik walten lassen.

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Carl Craig - Klassik am Sonntag

Carl Craig Releases

Nach Jeff Mills hat es mit Carl Craig auch den zweiten Detroiter nach Frankreich gezogen, um mit einem Orchester die Maschinenklassik aus der Motorcity für andere Zielgruppen marktfähig zu machen.


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Bomb The Bass - Future Chaos Album Tour am 22.01.09 im live@dot

Bomb The Bass Releases

Frisch reingekommen und beinahe unglaublich: Tim Simenon aka Bomb The Bass spielt morgen am 22.01.09 um 22 Uhr im live@dot, ehemals 103 Club, Falckensteinstraße 47, Berlin-Kreuzberg.

Musikalischer Dreh- und Angelpunkt wird wohl das neue Album Future Chaos sein, als Support legen derRaab [electronicSat] und Coke Ennyday auf und das Ganze ist UMSONST!

Ich werde dieses Ereignis shameful verpassen, da ich nicht in der Stadt bin, aber für alle die Bomb The Bass immer noch nicht kennen sollten, hier eine Zusammenfassung im Schweinegalopp:

Das aus 72 Samples bestehende ,,Beat Dis” gehörte zur ersten Welle einer britischen Auseinandersetzung mit der Cut-Up-Ästhetik des DJings und Sampling des US-amerikanischen HipHop. Als Mastermind von Bomb The Bass war Tim Simenon einer der ersten, der allein auf Samples basierende Stücke in die Welt der Charts führte und mit Coldcut und M/A/R/R/S die Speerspitze des neuen Sounds bildete. Daher auch der Name Bomb the Bass:

Eine Bassline, die mit Samples bombardiert wird, wie ein Zug von Graffitis. Was für ein musikalischer Lebenslauf! Sein erstes Album ,,Into The Dragon” (1988) war voll mit Verweisen auf verschiedenste Felder der Popkultur - ob Kung Fu Movies, Watchmen Comics, John Carpenter Filme oder ähnlich spezielle Weltreflektionen.

Der Produktionsstil des Bomb-Squad-Produzententeams (Public Enemy) war für diese Phase von Bomb The Bass maßgeblich. 1989 produzierte er Neneh Cherrys ,,Buffalo Stance” und gastierte 1991 bei Seals ,,Crazy”. Während des ersten Golfkrieges erschien mit ,,Unknown Territory” sein nächster Streich. In den Neunzigern tauchte Bomb The Bass auch bei The Prodigy sowie Kruder und Dorfmeister auf und näherte sich mit seinem Album ,,Clear” auch von Dub beeinflussten Songstrukturen an. Auch aus rechtlichen Gründen setzte er kaum noch Samples ein.

Als Produzent und Remixer arbeitete er für Schwergewichte wie David Bowie und U2. Am Klangbild von Depeche Modes ,,Ultra”-Album war er maßgeblich beteiligt, und mit ,,Play Dead” half er Björk als Mainstream-Artist zu etablieren. Um die Jahrtausendwende zog er nach Amsterdam, begeisterte sich für Berliner Indietronica und produzierte einen tollen Song mit Lali Puna. Sein erstes Album in 13 Jahren unter dem guten alten Projektnamen nennt sich ,,Future Chaos”.

Die psychedelischen, wabernden Klang-Kaskaden des klassischen Minimoog-Synthesizer und interessante Studiogäste wie Paul Conboy, Jah Wobble, Justin Warfield sowie Fujiya & Miyagi prägen die entrückte, abgeklärte Aura eines Spätwerks.
live@dot-Mail (leicht von Fehlern bereinigt)

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A nice present for 1 year realvinylz.de: DJ VLR - lovember

Heute vor einem Jahr hat p3t3r den ersten Eintrag in diesem Blog gepostet und damit das realvinylz-Universum eröffnet. Kein anderer DJ repräsentierte seitdem den musikalischen Kosmos von realvinylz.de so präzise und souverän wie DJ VLR. Deshalb ist der November-Mix von ihm auch das musikalische Jubiläumsgeschenk an alle treuen Leser.

Auf ein weiteres erfolgreiches Jahr mit News aus der Welt der Urban Electronic Music and Culture


DJ VLR - lovember
[via djvlr.blogspot.com]

Tracklist:

Carl A Finlow - Anomaly
Creepy Autograph - Malibu Night
AS1 - This Is How
Impakt - Universal Frequencies
Frustrated Figures - Elastic
Blackploid - Mystery Speaker
Hadamard - Take Me Away
Brersoul - Flow (Z-Wave)
Burial - Shell of Light
Genaside II - Narra Mine
Snatcha - Icct Graft
The Bug - Jah War
LA Synthesis - Agraphobia
Nero - Something Else
Gescom - B1
Power-Pill - Pacman (Ghost Mix)
Dexter - Mr Blunt
LAM - Radius of Infliction
Luke Vibert - Argument Fly
Autechre - 90101-61-01
Pangaea - Router
Bizzare Inc - Dangerous Women
CJ Bolland - Mantra
The Ragga Twins - 18″ Speaker
Inner City - Let It Reign (Reese Hardcore Mix)
LFO - LFO (Remix)
Baby Ford - Oochy Koochy
Mully - Old Skool Walter
Felix Da Housecat - Control Freaq
British Murder Boys - Dont Give Way To Fear I
Regis - Burn Your Way In
Snap - Rhythm Is A Dancer (Instrumental)
Caustic Window - The Garden of Linmiri
Stamp Release - Russia
Jeff Mills - Confidential 6
Messiah - There Is No Law
Mystic Institute - QA-752L-P
Kirk DeGiorgio - I Do Not Exist (B12 Remix)
Louis Digital - Relay 42
Loose Change - Kosovo

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