Es ist natürlich keine leichte Aufgabe ein absolutes Meisterwerk zu remixen. Entweder kann man den Anspruch haben es um ein paar Kleinigkeiten zu ergänzen - was durchaus daneben gehen kann - oder man pickt sich seine Lieblingsstellen heraus und zieht ’sein Ding’ durch, wie es Smith hier tut. Hier entstanden rund um die Melodie zwei klassische Trancetracks, nicht besonders innovativ aber funktionierend. So stelle ich mir Ministry of Sound-Compilations und Paul van Dyk heute vor, wenn es denn beide noch gibt.
Trance, als die gefühlsintensivste Techno-Art - immer mit der Gefahr im Hinterkopf, dem Kitsch nur ganz knapp zu entgehen - musste visuell entsprechend mit Niedlichkeitstierchen unterstrichen werden. Das waren eine ganze Zeit lang Delphine, die nicht immer so perfekt mit der Musik harmonierten, wie in Sven Väths ‘L´Esperanca’.
Im Darwin-Jahr hat sich das natürlich schwer gewandelt und die Evolution wird inzwischen gut ausgeschöpft. Die putzigen, manchmal arg gewöhnungsbedürftigen, virtuellen Tiere der Minilogue-DVD ‘Animals‘ begeisterten zu Jahresanfang.
Der aus der Eiffel stammende, mittlerweile in Köln ansässige Dominik Eulberg, Naturfreund und einer der sich mit Feldstecher und Flachmann auf einer alten Slices-DVD hat filmen lassen, präsentiert auf Triple Rs Traum Schallplatten ein Video das vom Naturfilmer Hans-Jürgen Zimmermann stammt und 100% echte Wald- und Wiesenbewohner zeigt. Sehr eindrucksvolles Bildmaterial. Die Musik schwächelt mir ein wenig mit den verstimmten Oszillatoren und das verliebt-verspielte lässt Eulberg hier auch nicht so raus. Schon ein guter Track, aber das kann er sonst besser.
Jetzt wo es nicht mehr lange dauern kann, bis die ersten Frühlingssonnenstrahlen uns ihre Herz- und Hormondrüsen weit öffenden Versprechungen induzieren, denke ich die Leserschaft ist bereit für den offiziellen Winter/Spring 2009-Übergangsmix von Will Clarke.
Kosmische Slow Motion Disco, Tripped Out Krautrock und ein wenig Spaced Out Italo Disco alles begleitet von laffen, euphorisierenden Synthies.
Throbbing Gristle - Walkabout
Malcolm McLaren - Legba
Nova - Terranova
Harold Grosskopf - Emphasis
Severed Heads - We Have Come To Bless This House
Conrad Schnitzler - Ballet Statique
JSR - Astronomicum
Bill Nelson - Connie Buys A Kodak
Bu Bu Sex - Echoes & Trance
Psychic TV - The Orchids
David Earle Johnson & Jan Hammer - Juice Harp
JSR - Mirage
Oppenheimer Analysis - New Mexico
Love International - Airport Of Love
Blancmange - Sad Day
Der britische Produzent Trevor Horn und der Musikjournalist Paul Morley, sowie einige weitere Studiomusiker gründeten 1983 die Formation Art Of Noise.
Art of Noise, die in der Öffentlichkeit als gesichtslose anti- oder non-Group in Szene gesetzt wurde, war eine der ersten Bands, welche die zur damaligen Zeit neuartige Sample-Technologie nutzten. Hierfür verwendeten sie den legendäre Fairlight CMI Sampler.
1984 veröffentlichten Art Of Noise den wohl bekanntesten Synthipop-Hit der achtziger Jahre Moments In Love.
Im ersten Drittel des Jahres 1992 erschien auf dem Londoner Label Jumpin’ & Pumpin’ die 12Inch Papa New Guinea von Future Sounds Of London, kurz FSOL.
Hinter diesem Projekt stehen die beiden Briten Brian Dougans & Garry Cobain, die noch heute abgefahrene elektronische Tracks produzieren.