Tracks des Tages: Bandulu & Mr. Barth

Heute keine Platte des Tages, sondern einfach drei Tracks, die ich während des Omen-Abschieds hörte und fortan zwölf Jahre brauchte, bis ich gestern dank eines Facebook-Zufalls drauf gekommen bin.

Nachdem sich Väth seinerzeit gut einen abgeschreddert hat, kam ein Break und das Frankfurter Geknüppel mit den Terror-HiHats verwandelte sich in eine jamaikanische Fußballwiese (ohne die dazugehörige Homophobie) mit friedlichster Sonnenuntergangstimmung: Bandulu, die das Reggeatechno-Pendant zum Dubtechno des Basic-Channel-Umfeldes darstellen und nebenbei auch noch besser, tanzbarer und vor allem melodischer produziert und gleich zweimal hintereinander vertreten sind.

[Bandulu - Running Time, 1995]

Eine sommergefilterte Melodie, ausgelassene Grundstimmung in einer rough produzierten Hülle mit der nötigen Schmutzigkeit fängt nach knapp zwei Minuten an zu springen, wie das kleine Kind, das zum ersten Male eine Hüpfburg entdeckt. Fröhlich ausgelassen und der perfekte Übergang zum nächsten Stück.

[Bandulu - Isn't it Time, 1997]

Richtig gediegen und bekifft geht es wieder weiter mit Bandulu. Reggae mit Gesang, aber kein Roots, sachte auf einem Technobett getragen und ordentlich Echo zum Wegschweben.

[Mr. James Barth - Pay Me in Love, 1998]

Auf Mr. Barth aka Cari Lekebush kam ich dank T, bei dem wir Neujahr verbrachten und er es entsprechend der etwas müderen Stimmung zufällig auflegte. Im Originalset war der Track das erneute Zwischenstück zum Aufbruch. Noch verhallt-verhalten in den Vocals, stampfte der Bass wieder mehr vorwärts und bald darauf wurde weitergekloppt.

In dieser Kombination dürfte es wenig Besseres geben, zumal das während der Ausbildungszeit über Monate meine Feierabendmucke war.

Zum Set bei KFMW.

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